Freitag, 18. April 2014

Mutterbindung

Als meine Mutter mit 78 Jahren im Krankenhaus verstarb, berichtete der Pfleger, dass sie immer nach ihrer Mutter gerufen habe. Auch in meinem Beisein rief sie in ihrer Not nach ihr. Das verwunderte mich, da ich erwartet hatte, sie würde nach Gott oder Jesus Christus schreien. Schließlich war sie das, was man als eine "gläubige Frau" und "gute Christin" bezeichnete.
Von meinem Großvater musste ich mir immer wieder anhören: "Wenn Du noch hast ein Mütterlein..." , das dann wohl weiterging, "sollst du von Herzen dankbar sein.".( Der übrige Text, den wohl mein Großvater selbst verfasst hatte, ist mir nicht mehr in Erinnerung). Ich hatte den Eindruck, dass ihm seine längst, längst verstorbene Mutter immer noch wichtig war.
Auch er war ein entschiedener Christ, und wie meine Mutter Anhänger der Brüdergemeinde. Manch anderer Christ, da sich sein Leben anscheinend nur um Gott und die Bibel drehte, hängte ihm das Etikett "fanatisch" an.

Weshalb ich jetzt auf dieses Thema komme? - Weil A. sich jetzt immer wieder nach ihrer Mutter sehnt, von der sie nicht nur Gutes erfahren hatte und die A. erst vor ca. einem Jahr mir nichts, dir nichts durch Zwangsräumung aus der Wohnung warf.
Wie kommt es, dass eine Mutter auch im reifen Alter der Kinder noch so eine Rolle spielen kann?
Die Antwort ist relativ einfach. Das Baby erlebt, in der Regel, in der Mutter eine umfassende Geborgenheit! Die Geborgenheit ist deshalb umfassend, weil das Kind noch nicht die Schrecknisse der Welt kennt und nur elementare Bedürfnisse hat wie nach Wärme und Nahrung, die eben vollständig durch die Mutter gestillt werden.
Diese Geborgenheit, die das Kind mit der Mutter erlebte, ist eben tief in des Menschen Seele eingeprägt, und der Ruf nach der Mutter, die Sehnsucht nach der Mutter, ist immer der Wunsch nach Rückkehr, nach einem Wiedererleben dieser Geborgenheit.
Es gibt aber keine Rückkehr. Diese umfassende Geborgenheit muss nun durch etwas anderes kommen.
Durch etwas, das unsere Bedürfnisse nach Sicherheit, Ruhe und Frieden stillt.
Das kann nun kein Mensch mehr leisten, sondern nur das Ewige vermag das.  Aber anscheinend vermochte die strenge Bibelgläubigkeit - die heute nur noch selten anzutreffen ist - selbst nach Jahrzehnten, eine vergleichbare Geborgenheit nicht erbringen.
Deshalb trifft man Menschen, die wirklichen Frieden haben, kaum an.



Sonntag, 17. November 2013

Ich bin ein Heiliger


Ein Traum


Es sind nun schon über zwanzig Jahre her, dass mich jemand im Traum, völlig ohne Ironie, als Heiligen bezeichnete. Diesen Traum aus der Nacht vom siebentem zum achten Juni 1989 habe ich aufgeschrieben: Schuldirektor Fischer interessierte, welche Dialoge A. und ich führten, und wie wir überhaupt zusammengefunden hätten, da doch A. noch eine Aufgabe hätte, während mir als Heiligen alles gleich sei.
Ohne jetzt groß darüber spekulieren zu wollen, wer hinter der Person des Schuldirektors steckt, ist es ganz klar, dass es auch in der geistigen Welt hierarchisch gegliederte „Ämter“ gibt. Dass A. und ich zusammenfanden, geschah offenbar aus einer Ebene, zu denen „Direktor Fischer“ keinen Zugang hatte. Er hatte also ein intellektuelles Problem mit uns, dass er gern gelöst haben wollte. Ich kann mich nicht erinnern, ihm im Traum darauf geantwortet zu haben.


Heil-werden ist auch Freiwerden von Depression


Tatsache ist, dass ich, seit meiner Bekehrung nichts anderes als ein Heiliger werden wollte und alle „Anstrengungen“ unternahm, es zu werden. Denn es gibt nicht Schöneres als ein Heiliger zu sein. Denn was ist ein Heiliger? Er ist ein Mensch der heil, d.h. gesund nach Geist, Seele und Leib geworden ist. Dergleichen ist doch das heimliche Ziel eines jeden Menschen. Nur kennen sie eben den Weg nicht. Für mich war das Heil zu einer Notwendigkeit geworden, denn in meinem Unheilsein hielt ich es nicht mehr aus. Es war die Hölle! Seit Jahren hatte ich Depressionen, die sich immer mehr verschlimmert hatten. Das Leben konnte ich mir nicht nehmen, da ich bereits um ein Weiterleben nach dem Tod wusste und darum, dass durch einen Suizid alles nur noch schlimmer würde. So blieb nur die Flucht nach vorn! Um es kurz zu machen, durch wachsende Einsicht in die Wahrheit wurde ich allmählich von den Depressionen völlig frei.

Eine der wertvollsten Einsichten war die, die eine Depression erst schlimm machen: Nichts kann einen Depressiven mehr erfreuen. Er ist völlig gefangen in der Verneinung. Mir wurde klar, dass das eine Immunität gegenüber dem Positiven bedeutete. Aber das Positive gab es ja. Nur, ich war davon ausgeschlossen! Also galt es zu erforschen, wie ich in diese Immunität hineingeriet, um dann zu sehen, wie eine positive Immunität geschaffen werden könne. Eine solche würde zumindest so aussehen, dass alles Negative, das von außen auf einen einstürmt, keine negativen Empfindungen mehr erwecken kann. Kurz, dass man sich trotz allem Äußeren wohl und glücklich fühlen kann.


Ein Heiliger sieht in Bezug auf sich selbst alles positiv


Um da hin zu kommen, gehört die immer wieder zu übenden (1 Tim 4,7) Bejahung aller Lebensumstände (1. Thess 5,18), die nur möglich ist, wenn man weiß, dass man als ewiges Wesen unvernichtbar und deshalb leidfrei ist. Ja, dazu gehört der immer wieder zu übende Glaube, dass man bereits das Ziel erreicht hat, und glücklich ist (2. Kor 5,17).
Dem Heiligen ist bewusst, dass im Äußeren, d.h. in allem was nicht das Ewige ist, kein Glück zu finden ist. Deshalb wird ihm alles Äußere gleich (s.o.), gleichgültig, belanglos...


Heiligkeit auf die Probe gestellt


Nun, erst vor einigen Monaten wurde der bisher erreichte Stand meiner Heiligkeit auf die Probe gestellt, denn da bekam ich aus bösen Machenschaften heraus, eine Zwangsvollstreckung, und saß wohnungslos für knapp zwei Monate „auf der Straße“. Noch am Abend vor dem Termin und am Morgen bis zum Eintreffen des Räumkommandos sang ich aus vollem Herzen und glücklich Loblieder. Dann wurden Gerichtsvollzieher und Packer freundlich begrüßt.
Ich denke, eine solche Reaktion auf einen Rauswurf, hat noch kein Vermieter, noch die, die es mitbekamen, erlebt. In dieser Situation hat sich mein Glaube bewährt! Darüber bin ich froh und dankbar!

Noch anmerken möchte ich, dass es relativ stark regnete und kalt war, als wir das Haus verließen. Wir wussten nicht wohin. In das angebotene Obdachlosenheim wollten wir nicht. Aber wir vertrauten auf Gott. So wählten wir einfach den nächsten Zug. Dieser führte uns in eine Stadt im Süden, wo A. schon immer mal hinwollte. Im Zug waren wir euphorisch, obwohl es auch auf der ganzen Fahrt immer noch regnete. Wir machten uns, auch äußerlich, ein paar schöne Tage... - Urlaub vom vergangenen anderthalb Jahr, das schon unter der beständigen Bedrohung des Rauswurfs stand. Denn wir hatten damals noch gehofft, dass die beteiligten Menschen zur Besinnung kämen, zumal es die engsten Ängehörigen von A. waren, die uns das antaten.

Auch diese ständige Bedrohung und die ständige Auseinandersetzung mit dem Gericht, hatte uns nicht mürbe, sondern stärker gemacht. Ich empfand die Zeit eher als eine der intensivsten und schönsten meines Lebens. Und ich hatte inzwischen schon viel Schönes erlebt...
Aber, ein Heiliger ist eben nicht ein „normaler“ Mensch. Ein solcher tickt anders. Er wird stark, wo andere schwach werden.

Montag, 14. Oktober 2013

Träume

Heute (14.10.2013) wachte ich aus einem Traum auf, bei dem ich das Aussteigen aus einem Zug verschlief, so dass ich erst an der nächsten Station den Zug verlassen konnte. Im Pulk, der den Bahnhof verließ, fragte ich nach dem Weg, bis ich schließlich an einen Mann geriet – jetzt fällt mir ein, er war vielleicht relativ groß – der mit mir wieder in Richtung Bahnhof ging. Schließlich waren wir auf der anderen Seite von ihm.
Erst fiel mir nicht richtig ein, wo ich genau hinsollte, bis mir klar war, dass Hohenstein – Ernsttal das Ziel war. Er sagte:“ Oh das ist noch weit, ca. 60 – 70 km.“ Darüber war ich wohl etwas erstaunt, weil ich dachte, dass es nicht so weit sein könnte. Unklar sah ich eine Landschaft mit einer Bergkette – die ich vielleicht überwinden müsste – und im Tal eine Ortschaft. Der Mann fragte ob ich nicht vor Hohenstein – Ernsttal zuerst eine sighseeing - tour machen, oder den Basar, der anscheinend erst neu war, anschauen wollte. Ich verneinte mit dem Hinweis, dass ich ohnehin schon zu spät in Hohenstein – Ernsttal ankommen würde.


So weit der Traum, wie er mir noch in Erinnerung ist. Viel scheine ich nicht vergessen zu haben. Lediglich kann ich nicht mehr genau einordnen worauf sich der Vorschlag mit dem Bus zu fahren bezog. Wahrscheinlich kam der unmittelbar nach der Entfernungsangabe oder bereits vorher. Ich antwortete jedenfalls, dass ich zu Fuß nach Hohenstein – Ernsttal wollte.
Zunächst, die Ortschaft Hohenstein - Ernsttal gibt es tatsächlich. Sie liegt vielleicht wirklich in diesem Radius (60 – 70 km) von meinem Geburtsort entfernt. Mir ist aber klar, dass diese Ortschaft im Traum eine symbolische Bedeutung hat. Höhe und Tiefe, Freiheit (Höhe) und Gebundenheit (Tal) kommen darin zum Ausdruck, aber auch Festigkeit im Ewigen (Stein in der Höhe) und Konzentration in der Tiefe (Tal). Ganz klar zeigt dieser Traum, dass ich einen Zeitpunkt verschlafen habe, an dem ich hätte aktiv werden sollen, nämlich aus dem Zug der Schicksalsführung auszusteigen (ein Zug fährt auf festgelegten Bahnen, ist also ein Bild für schicksalshafte Notwendigkeit). Nun bin ich also dort, wo ich nicht sein sollte und da wird mir vom Ziel Ablenkendes und recht Vergnügliches – eine sightseeing-tour, der Besuch von etwas Exotischem mit seinen vielen Angeboten, der Basar nahe gelegt. Zum Glück gehe ich darauf nicht ein.


Der Traum regt mich nun an, wieder meine Träume ernster zu nehmen. In meinem Leben gab es einmal eine Zeit, wo ich versuchte, mich jedes Traumes genau zu erinnern und aufzuschreiben. Das Traummaterial und die Beschäftigung mit diesem beanspruchte aber immer mehr Zeit, sodass mir Gewinn und Nutzen schließlich fraglich wurden. Ebenso offenbarten mir im Laufe der Zeit die Träume auch nicht mehr, als ich ohnehin durch mein Wachbewusstsein wusste (das könnte jetzt als ein gutes Zeichen dafür angesehen werden, dass ich mit mir im Einklang war).
Wem es aber wirklich um das Heilwerden seiner Seele geht, wer sich von Gott zum Heil der Menschen gebrauchen lassen will, wird nicht dauerhaft in der Missachtung seiner Träume leben können. Denn wie will ich sonst ganz intim erfahren wie es um meine eigene Seele im Verhältnis zu bestimmten Menschen, Dingen, Situationen usw. steht? - Ich jedenfalls habe schon große Hilfe durch Träume erfahren.

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Sonntag, den 10.11.2013
Heute träumte ich von meinem ehemaligen Schulkameraden W.O.
Er fragte mich, wie es mir an meinem neuen Regierungssitz gefalle. Ich antwortete, dass das eher eine Fluchtburg sei, denn schließlich habe ich die (alte) Wohnung nicht freiwillig verlassen.
Das war wörtlich der Dialog. Dann erkundigte ich mich, wie er zu meiner neuen Adresse gelangt sei? Worauf er mir in etwa antwortete, einen Brief zurückerhalten zu haben und die Post ihm Auskunft gab.

Nun bin ich tatsächlich gespannt, ob er tatsächlich meine neue Anschrift herausgefunden hat. Denn meistens, wenn ich von W.O. geträumt hatte, tauchte er wenige Tage später überraschend zu Besuch auf.
Seit einigen Monaten wohne ich in einer anderen Stadt. Allerdings dürfte niemand aus meinem alten Wohnsitz wissen, wo ich jetzt lebe. Auch der Post hatte ich keine Anschriftsänderung mitgeteilt.

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Samstag, den 16.11.2013
Vor ca. 20 Jahren verstarb J.H. an Krebs. Zwar wohnte ich da schon an einem anderen Ort und hatte bereits weitere zwanzig Jahre vorher keinen Kontakt mehr, träumte ich dennoch heute - nach ca. vierzig Jahren - von ihm!
Obwohl wir uns in der Jugend recht sympathisch waren, nahm er  nach meiner Bekehrung an meiner Lebensweise und meinen Ansichten  Anstoß, sodass er, nachdem ich von seiner Krebserkrankung erfuhr, von meiner angebotenen Hilfe nichts wissen wollte. 
Da er, wie gesagt, in meinem Leben längst keine Rolle mehr spielte, meine ich, dass ich heute eine echte Begegnung mit ihm hatte, die sich eben in dem Traum äußerte. Im Traum wollte er von mir anscheinend einen Traum oder mehrere gedeutet haben! Ich erklärte ihm, dass ich dazu u.a. wissen müsste, wie etwas gerochen oder geschmeckt (?) habe. Jedenfalls war es so, dass er etwas von mir, anstatt ich von ihm wissen wollte.
Das verblüffte mich nach dem Aufwachen etwas. Träumen denn auch Verstorbene? - Nun ist ja bekannt, dass sich bei C.G. Jung ebenfalls Verstorbene meldeten, weil sie - wie sie sagten -"in Jerusalem" (ein Bild für das Christentum) nicht gefunden hätten, was sie suchten. 
Wenn man bedenkt, dass auch nach der Bibel, das irdische Leben ausschlaggebend für das nachtodliche ist, lässt sich denken, dass ein veräußerlichtes Leben - zu dem eben auch ein unspirituelles Christsein zählt - Defizite nach dem Tod offenbaren muss. So suchen eben veräußerlichte Menschen oft erst nach dem Tod, wo die Mängel gespürt werden,  Hilfe bei verinnerlichten Menschen, also solchen "die Ahnung" vom Geistig-Seelischen haben. 

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Traum von der Entrückung
Es war wohl noch vor unserer Zwangsräumung. Jedenfalls kurz davor. Da waren A. und ich auf der Straße einer nächtlichen Stadt. Zuerst waren wir links in einer Seitenstraße der nördlich verlaufenden (Haupt-)Straße.Dann kamen wir von der nördlichen Straße Richtung Süden herunter. Da war auch ein Lichtblitz, wie ich sie im Wachen kenne.Anscheinend waren wir auf der Flucht. Dann wurden wir irgendwie nach rechts geleitet. Es waren da weibliche Engel, die allerdings wie Menschen aussahen. Sie hatten wohl auch Uniformen an, etwa wie Stewardessen. Sie waren freundlich, aber nicht unbedingt liebevoll.Jedenfalls waren wir für die Entrückung bestimmt. Das war ganz klar im Traum. Und so waren wir in einer Schlange eingereiht, wie bei einer Abfertigung auf dem Flughafen.Ich habe diesen Traum erst jetzt ( 18.04.2014) aufgeschrieben, um ihn vor dem Vergessen zu bewahren. Ich hätte es gleich in den Tagen danach tun sollen. Da wären mir einige Details mehr in Erinnerung gewesen.
(P.S. Für diejenigen, die es nicht wissen: Entrückung ist etwas, das gläubige Christen erwarten.)

24.06.2014

Vor zwei Tagen stieß ich auf ein Traumgesicht einer gewissen Margot Geier, das ich hier deshalb bringe, weil es eben auch von der Entrückung handelt und ebenfalls, wie bei mir zu einem früheren Zeitpunkt die UFOs ins Spiel bringt. Eines Kommentars dazu enthalte ich mich, wie auch zu meinem eigenem Traum.


Hier also der Traum von Margot Geier:

28.06.2008:

„An diesem Tag empfing ich eine Traumvision über die Sammlung zur Entrückung der Leibgemeinde Jesu Christi, die irgendwann in dieser endzeitlichen Phase der Menschheit stattfinden wird, so wie der Apostel Paulus das den Christen auch bezeugt. Hier also die Vision, die ich durch den Heiligen Geist empfing:

Da waren Menschen auf einem großen Platz – normale, einfache Menschen mit normaler Kleidung. Dann stand da ein Mann, auch so gekleidet wie wir alle, wie unser Mitmensch und Bruder, das war aber in Wahrheit Jesus. Dies wurde mir ganz klar und deutlich geistlich aufgezeigt. Wir sahen uns an und wussten dies, Jesus und ich. Wir brauchten nicht einmal darüber sprechen. Jesus nun war der Führer dieser Menschen von uns allen. Er sammelte Menschen zusammen, hier die Seinen zur Entrückung. Dann dachte ich, ich nehme den bereits gepackten Koffer und die Handtasche zur Entrückung mit. Aber jemand sagte, das brauchen wir dort nicht, wo wir mit Jesus hingehen.

Ich ging noch einmal kurz weg von dem Geschehen. Dann war ich plötzlich wieder bei der zu entrückenden Menschenmenge, die sich nach und nach versammelte. Bei meiner Rückkehr war dann die Menschenmenge vollzählig versammelt, jetzt auf einem breitflächigen Hügel in einer Waldgegend, eine große Lichtung, man hatte freie Sicht in den Himmel hinein. Dort waren jene Menschen der Welt (Ungläubige, Scheinchristen usw.) nicht zu sehen, nur wir, die zu Entrückenden.

Einer von Letzteren sagte, nur normale einfache Leute sind zur Entrückung da. So sah auch unsere Kleidung aus! Nicht die Kleidung der Reichen und Vornehmen hatten wir an, Reiche waren nicht da! Letzteres betonte einer von denen, die entrückt werden! So steht es auch in der Bibel, dass viele Reiche nicht in den Himmel kommen.

Dann wechselte die Vision zu einem äußerst seltsamen Geschehen! Plötzlich sah ich unzählige, stabile, metallene, eiserne Flugobjekte, Raumschiffe am dunklen Himmel (besser: Weltraum). Wir stiegen aber nicht in diese Raumschiffe – wir, die Leibgemeinde Jesu Christi, warteten auf der Lichtung im Wald auf unsere Entrückung. Die Raumschiffe sahen sehr stabil aus. Man sah ganz deutlich, dass die Flugobjekte aus massivem, schwerem Metall o. Ä. waren. Die Ufos schienen so nahe, fast auf unserer Augenhöhe, aber dennoch im dunklen Weltraum schwebend. Der Weltraum ist ja schwarz.

Zwischenbemerkung: Fällt die Entrückung mit der Landung von Außerirdischen zusammen, also fast zur gleichen Zeit? Holt Jesus uns in den Wolken ab zur Entrückung, und findet gleich danach die Landung von Außerirdischen auf der Erde statt? Die Entrückung der Leibgemeinde Jesu wird mir seit einigen Jahren immer öfter in der Bibel beim Beten mit 1. Korintherbrief 15 gezeigt und mit dem 1. Thessalonicherbrief 4:14-17!

Ende der Traumvision“

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Nacht 20./21.11.2016: In dieser Nacht träumte ich, dass Donald Trump, der designierte US-Präsident, mit einem Bandmaß an einer Weitsprunggrube stand und anscheinend Maß nahm, wie weit jemand gesprungen war. Der Traum ging dann in privaten Inhalt über, an den ich mich nicht mehr erinnere.
Die Botschaft dieses Traumes, sofern sie sich tatsächlich auf Trump bezieht, scheint klar zu sein: Er beschäftigt sich damit, wie weit jemand (seine Vorgänger im Amt?) gekommen sind.
In der Nacht vom 08./09.11.2016 wachte ich urplötzlich mit dem Empfinden auf, dass Donald Trump die Wahl gewonnen haben könnte. Dem ging ebenfalls ein Traum vor, in dem ich zwei Rahmen sah, die anscheinend nicht in Übereinstimmung zu bringen waren. Schon im Traum dachte ich da an Clinton und Trump. Die Rahmen symbolisierten wahrscheinlich die Erwartungen der Wahlprognosten.
Und tatsächlich, am Morgen erfuhr ich: Trump hatte gewonnen!




Mittwoch, 26. September 2012

Geselligkeit

In einem Post schrieb ich: "In den letzten zwei Jahrzehnten hatte ich im Wesentlichen nur mit Menschen zu tun, deren Leben sich im Streben nach materiellen Gütern und Banalem erschöpft.
In diese Gesellschaft konnte ich mich nicht einbringen. Ich musste sie also über mich ergehen lassen. Glücklicherweise nur alle vierzehn Tage am Sonntag beim gemeinsamen Kaffee trinken.
Aber der Schlaf in der Nacht war unruhiger als an den anderen Tagen, wo ich meistens recht gut schlief. Wie  bei einem Besessenen lief ein Fremdprogramm an Gedanken, Bildern, Emotionen ab, das sich oft noch im Traum fortsetzte." 

Dazu habe ich nun bei Schopenhauer (Aphorismen, Kap. 7, V) Erhellendes und Bestätigendes gefunden, was mich natürlich freut. Da heißt es:
"Was den großen Geistern die Gesellschaft verleidet, ist die Gleichheit der Rechte, folglich der Ansprüche, bei der Ungleichheit der Fähigkeiten, folglich der (gesellschaftlichen) Leistungen, der andern. Die sogenannte gute Societät läßt Vorzüge aller Art gelten, nur nicht die geistigen, diese sind sogar Kontrebande. Sie verpflichtet uns, gegen jede Torheit, Narrheit, Verkehrtheit, Stumpfheit, grenzenlose Geduld zu beweisen; persönliche Vorzüge hingegen sollen sich Verzeihung erbetteln, oder sich verbergen; denn die geistige Überlegenheit verletzt durch ihre bloße Existenz, ohne alles Zutun des Willens. Demnach hat die Gesellschaft, welche man die gute nennt, nicht nur den Nachteil, daß sie uns Menschen darbietet, die wir nicht loben und lieben können, sondern sie läßt auch nicht zu, daß wir selbst seien, wie es unserer Natur angemessen ist; vielmehr nötigt sie uns, des Einklanges mit den anderen wegen, einzuschrumpfen, oder gar uns selbst zu verunstalten. Geistreiche Reden oder Einfälle gehören nur vor geistreiche Gesellschaft: in der gewöhnlichen sind sie geradezu verhaßt; denn um in dieser zu gefallen, ist durchaus notwendig, daß man platt und borniert sei. In solcher Gesellschaft müssen wir daher mit schwerer Selbstverleugnung dreiviertel unserer selbst aufgeben, um uns den andern zu verähnlichen. Dafür haben wir dann freilich die andern: aber je mehr eigenen Wert einer hat, desto mehr wird er finden, daß hier der Gewinn den Verlust nicht deckt und das Geschäft zu seinem Nachteil ausschlägt; weil die Leute, in der Regel, insolvent sind, d. h. in ihrem Umgang nichts haben, das für die Langweiligkeit, die Beschwerden und Unannehmlichkeiten desselben und für die Selbstverleugnung, die er auflegt, schadlos hielte: demnach ist die allermeiste Gesellschaft so beschaffen, daß, wer sie gegen die Einsamkeit vertauscht, einen guten Handel macht. Dazu kommt noch, daß die Gesellschaft, um die echte, d. i. die geistige Überlegenheit, welche sie nicht verträgt und die auch schwer zu finden ist, zu ersetzen, eine falsche, konventionelle, auf willkürlichen Satzungen beruhende und traditionell, unter den höheren Ständen sich fortpflanzende, auch, wie die Parole, veränderliche Überlegenheit, beliebig angenommen hat: diese ist, was der gute Ton genannt wird. Wenn sie jedoch einmal mit der echten in Kollision gerät, zeigt sich ihre Schwäche. – Zudem: wo der gute Ton hereintritt, geht der gesunde Verstand hinaus."

Mittwoch, 12. September 2012

Wunschlos glücklich

Gelegentlich wache ich immer noch mit dem Empfinden auf etwas tun zu müssen. Aber für einen Erlösten gibt es ja nichts mehr zu tun. Ein Erlöster ist frei von allem "Müssen". Nun, gestern dachte ich noch, dass ich mich heute früh gleich daran setzen werden, etwas zu tun, wozu ich gestern noch Lust verspürte. Aber nach Beendigung des Frühstücks war ich in so einer zufriedenen Stimmung. dass mir mein Vorhaben nicht länger als erstrebenswert galt. Wenigstens für jetzt nicht. Ich war wunschlos glücklich. Wozu also etwas tun? Hatte nicht jedes Tun einzig und allein den Zweck, Glück zu verschaffen? Auch wenn das nicht das vordergründige Motiv ist? Wunschlos glücklich - das ist das wahre Glück. Sei in ihm! Genieße diesen Zustand!
Ich lief also im Zimmer meine Runden, gelegentlich eine Melodie vor mich her dudelnd...
Nun, diese stille, friedvolle Stimmung ließ nach. Deshalb sitze ich jetzt hier und schreibe darüber. Gewiss, sie ist noch nicht ganz, wie ein schöner Vogel, entflogen. Aber eben doch nicht mehr so kräftig.
Das Glücksgefühl ist immer nur vollkommen, wenn es frei von Wünschen ist. Deshalb sagt man ja auch, man sei "wunschlos glücklich", denn ein Glück, wo noch Wünsche vorhanden sind, kann nicht völlig sein. Das Empfinden eines Wunsches zeigt doch immer das Vorhandensein eines Mangels an.
Nun geht mein Bestreben dahin, das Glück zu einem sich stets selbst erneuenden Zustand zu machen. Das ist - eigentlich bereits aus dem Gesagten ableitbar - nur möglich, wenn man alle Wünsche aufgibt. Die Vielfalt der Wünsche entstand ja aus dem existentiellen Mangel, der mit dem sogenannten Sündenfall entstanden ist. Wird dieser existentielle Mangel durch die neue Identität mit dem Ewigen aufgehoben, sind im Ewigen alle Wünsche erfüllt. Die vielen Einzelwünsche sind  da nicht länger notwendig. Wozu weiter Umwege gehen, wenn ich doch augenblicklich Erfüllung haben kann? Wozu noch länger nach äußerer Wunscherfüllung streben, da diese doch oft durch die Umstände vereitelt wird? - Aber es ist ja so, die Wünsche sind noch aus der Vergangenheit da. Und durch unser Leben in der Vielfalt, die uns umgibt, werden sie auch immer wieder angeregt. Das macht es schwer dem Streben nach äußerem Glück nicht nachzugeben. Zumal ja die Seele immer nach Bestätigung verlangt, d.h. sie akzeptiert nur die bereits gemachten Erfahrungen. Nur wenn ich das Glück im Ewigen bereits erfahren habe, verlangt es sie danach es da wieder zu erfahren. Sie will immer nur das Glück, dass sie bereits gemacht hatte, wiedererlangen. Dabei ist es ihr egal, was der Auslöser des Glückes war. Hier haben wir auch den Grund für jegliche Sucht zu suchen.
So versteht man sicher auch, weshalb es nicht leicht ist, nun dort das Glück zu finden, wo man es überhaupt noch nicht, oder nicht zu oft, oder nicht besonders intensiv erfahren hat.
Nicht umsonst schreibt deshalb der Apostel Paulus: "Bewirkt eure eigene Seligkeit mit Furcht und Zittern" (Phil. 2,12), d.h. mit aller Energie und Aufmerksamkeit.
Zu Hilfe kommt freilich die Einsicht, dass Gefühle nur durch Wertungen geschehen (s. hier auch meine Geschichte, die auf persönlichem Erleben beruht, "Vom Tod zum Leben" ). Nur das, was man positiv wertet, wird man auch positiv empfinden. Das was man negativ wertet, auch negativ empfinden.
Geschahen von Geburt an, die Wertungen meist unbewusst, oft einfach indem man sah, dass anderen etwas Freude machte oder Leid brachte - so kann man nun bewusst nach der höheren Vernunft werten.
Wer also allezeit glücklich sein will, kann sein Glück nicht vom Äußeren abhängig machen, sondern nur vom Ewigen. Wer das weiß, wird trainiert darauf, es da zu erleben.

Montag, 27. August 2012

Umgang mit Menschen, Frieden

Mit Recht wird immer wieder betont, dass man, als spiritueller Mensch, auf seinen Umgang zu achten habe. Denn wir Menschen beeinflussen uns stets gegenseitig - ob wir nun wollen oder nicht.
Nun kann man sich aber nicht immer aussuchen mit wem man Kontakt haben möchte. Familie, Berufskollegen, Nachbarschaft sind einfach in den meisten Fällen Gegebenheiten.
In den letzten zwei Jahrzehnten hatte ich im Wesentlichen nur mit Menschen zu tun, deren Leben sich im Streben nach materiellen Gütern und Banalem erschöpft.
In diese Gesellschaft konnte ich mich nicht einbringen. Ich musste sie also über mich ergehen lassen. Glücklicherweise nur alle vierzehn Tage am Sonntag beim gemeinsamen Kaffee trinken.
Aber der Schlaf in der Nacht war unruhiger als an den anderen Tagen, wo ich meistens recht gut schlief. Wie  bei einem Besessenen lief ein Fremdprogramm an Gedanken, Bildern, Emotionen ab, das sich oft noch im Traum fortsetzte.
Das ist natürlich nicht das, was ich will. Ich will Ruhe und Frieden.
Relativ spät lernte ich, diesen durch Autogenes Training herzustellen. Christen meinen ja häufig auf solches verzichten zu können. Aber erst die Konzentration auf den Körper bewirkt, dass man von unruhig machenden Gedanken und damit überhaupt von der Unruhe schnell wegkommt.
Der "Friede Gottes" von dem Christen so gern reden, ist oft so nur erfahrbar.
Man merkt aber auch, wie wenig man wirklichen Frieden, also Stille, in sich schätzt. Immer noch meint man, irgendwelche Gedanken seien wichtiger.
Da man nicht der menschlichen Gesellschaft entfliehen kann (oder auch will) ist es wichtig, diesen inneren Frieden ganz stark zu machen, damit man sich wohl fühlt und man ganz aus sich selbst (d.h. nicht aus fremden Gedanken, Gefühlen usw.) leben kann.


Samstag, 11. Februar 2012

In Gegenwart eines Heiligen

Ein Heiliger ist ein besonderer Mensch. Ein Mensch, der (weitgehend) heil, d.h. gesund nach Geist Seele und Leib, ganz, geworden ist. Heilige verströmen eine Energie, die wunderbar auf andere Menschen wirkt.
Manche Heilige bewirkten,dass ich mich heiter und ganz unbeschwert fühlte. Bei anderen wiederum wurde mein Geist still: Solange ich mich in der Gegenwart des Heiligen aufhielt, empfand ich einen tiefen inneren Frieden.
Bei diesen Besuchen fielen mir noch andere Dinge auf: Die wohltuende Wirkung verringerte sich mit zunehmender Entfernung von dem jeweiligen Heiligen. Näherte man sich (....) konnte es sein, dass man mit jedem Schritt, den man sich auf seine Tür zubewegte, mehr und mehr jedes Gefühl von Besorgnis verlor. Stattdessen füllte sich der Geist mit der Überzeugung, Gott weile in seinem Himmel und mit der Welt sei alles in Ordnung. Dieser Erbauungszustand hielt eine Zeit lang an. (...)
Nach einiger Zeit - dabei konnte es sich um Stunden oder um Tage handeln - verblasste die beglückende Präsenz des Heiligen zur bloßen Erinnerung.
(D.C. "Heilung" 65)