Freitag, 11. Februar 2011

Eine Synchronizität

In Bezug auf eine zukünftige Frau hatte ich eine Vision erhalten. Das machte ich in unserem Gebetskreis bekannt, ohne auf den Inhalt einzugehen. Ca. zwei Jahre später, hatte eine recht junge Dame offensichtlich ebenfalls eine solche in Bezug auf ihren zukünftigen Partner. (Das erfuhr ich allerdings erst im Nachhinein als meine Vision in Erfüllung gehen sollte).Jedenfalls begann sich diese Dame seitdem recht merkwürdig mir gegenüber zu benehmen, so dass mir ahnte, sie meine, wir seien füreinander bestimmt, was ihr aber nicht ganz behagte. Diese Ahnungen verdichteten sich immer mehr, so dass ich, als der in der Vision genannte Zeitpunkt heranrückte, sie um eine Aussprache bat. Ich wollte ihr sagen, dass Gott niemand zwingt. Sie sei also frei, sich selbst einen Partner zu suchen.
In der Nacht vorher hatte ich einen Traum. Ich sah eine schwarze “Schlange” senkrecht stehend, die an ihrem Ende schöne Punkte von “übernatürlicher Farbe” hatte. Aus ihr entsprang ein Vogel, ähnlich einem Sittich oder Papagei, den ich in der Hand hielt. Ums kurz zu machen, der Vogel wurde nass, sodass ich ihn freiließ, weil er sonst wahrscheinlich sterben würde. Dabei sagte mir der Vogel noch, er würde mir “meine Frau” zeigen. So weit der Traum.

Als ich das Gespräch mit ihr gerade beendet hatte, kam ein weiteres Mitglied unseres Kreises, um uns zu einer Unternehmung abzuholen. Unterwegs fragte er, ob wir auch den Vogel vor der (meiner) Haustür gesehen hätten? - Es wäre ein grüner, exotischer Vogel gewesen - wie ein Wellensittich - nur größer und mit einem roten Kamm. Er wäre vor der Haustür gesessen und sei dann unter den Schauer des Hofes geflogen. Als ich meiner Mutter das am Abend erzählte, antwortete sie, dass sie zu besagter Zeit auch einen Vogel hätte rufen hören, so wie sie noch nie einen hätte rufen gehört.

Ist doch interessant oder? - Deshalb amüsieren mich immer wieder Materialisten, wenn sie mit ihren platten “Erklärungen” kommen.
Ich bin mir nicht sicher, ob der Vogel, der von anderen gesehen und gehört wurde, ein echter, also materieller Vogel war, oder “nur” bei den Betreffenden ein visueller bzw. akustischer Eindruck von einer geistig-seelischen Realität, die mit mir und der jungen Dame zu tun hatte, entstand. Jedenfalls ist doch auch der Zusammenhang mit dem Vogel im Traum verblüffend.
Um es mit Goethe zu sagen: “Wir leben alle in Geheimnissen.”

 -.-

 16.04.2016

 Kein eigenes Erlebnis, aber doch eines, wo auch ein Vogel eine besondere Rolle spielt: "Murray Stein, Jungscher Analytiker in Chicago, berichtete in einem Vortrag, den er „Die Realität der Seele“ nannte, ein eigenes Erlebnis, das dieses Eins-Sein von Geist und Materie recht gut illustriert.

 Er war zu einem Vortrag, den er in Arizona halten sollte, zu früh angereist und ging noch ein wenig im Park des Veranstaltungsortes spazieren. Um 10.45 Uhr wollte er zurück sein, weil um 11 Uhr sein Vortrag begann. Während des Spazierganges dachte er über ein neues Kapitel des Buches nach, an dem er gerade schrieb, und vertiefte sich dabei so sehr in seine Gedanken, dass er Ort und Zeit vergaß.

 Auf einmal wurde er von einem lauten, durchdringenden Pfiff, der unmittelbar neben seinem Ohr schien, aus seinen Gedanken herausgeschreckt. Er sah auf und bemerkte einen kleinen Vogel, der vor ihm auf einem Baum saß. „Wie kann ein so kleiner Vogel nur so laut pfeifen?“ dachte er, da ertönte von seinem kleinen Gegenüber wiederum ein durchdringender Pfiff. Nun begriff Murray Stein – er ist ja schließlich „Jungianer“ –, dass der Vogel ihm wohl etwas sagen wollte. Und da wurde ihm auch schon be-wusst, dass er die Zeit total vergessen hatte. Erschrocken blickte er auf die Uhr: es war beinahe 10.45 Uhr. Der Vogel flog nun vor ihm her, Murray folgte ihm und war rasch, genau um 10.45 Uhr an der Türe des Vortragssaales."

(aus: Ang Lee Seifert/Theodor Seifert "So ein Zufall!")

Meine UFO - Erlebnisse

Von “Ausserirdischen” hatte ich bisher ( DDR- Bürger, ohne TV ) nichts gehört. Ich war integriert in einem charismatischen Gebetskreis und eine hellsichtige Wahrnehmung war seit einiger Zeit vorhanden. Eines nachts wachte ich von einem hohen summenden Ton auf, und da sah ich, wie durch das Oberfenster drei menschliche Gestalten ins Zimmer kamen. Ich verwunderte mich noch, dass der eine - als “geistiges Wesen” m. E. nach - einen “Kasten” am Körper trug, also ein “Gerät”. Dann verschwanden die Wesen wieder. Ich hatte das Empfinden, dass es “Ausserirdische” waren und der Zweck ihres Besuches war den Stand der (spirituellen) Entwicklung festzustellen. Ich hatte auch das Empfinden, dass es etwas mit der “Entrückung” zu tun habe. (Die Wesen waren übrigens, wie alles, was ich in diesem hellsehendem Zustand sah, zweidimensional. Es waren eigentlich nur schwarze Schatten).
Es verging über ein Jahrzehnt als ich ein eindrücklicheres Erlebnis am helllichten Tage hatte.
Das kam so: Mich besuchte eine Frau, die fest von der Existenz “Ausserirdischer” überzeugt war. Mir erschien sie reichlich abgehoben und ich schätzte sie als “Spinnerin” ein. Wir bauten zusammen in der Nachbarstadt einen Tisch auf, auf dem sie Literatur über UFOs anbot. Es waren um uns noch weitere Stände. Plötzlich sagte sie, sie (die “Ausserirdischen” ) seien jetzt über uns. Es war aber nichts zu sehen (für niemand). Eine Frau vom Nachbarstand meinte etwas zu fühlen. Plötzlich wurde es auf einer Bank laut, auf der zwei Arbeitslose saßen, die bisher Musik aus einem Kasettenrekorder gehört hatten. Aufgeregt kamen sie zu uns und sagten, dass nichts mehr - auf der eben gekauften und bespielten Kasette - drauf sei. Beide Seiten seien gelöscht! Sie konnten das gar nicht verstehen und führten es uns vor:
Seite A) Rauschen, dann eine metallene Stimme, die sprach “Komm…” alles übrige leer.
B- Seite: Rauschen, eine metallene Stimme “Komm…”, wieder alles leer.

Das war für alle Umstehenden beeindruckend, da es wirklich nicht natürlich erklärbar war, außer man akzeptierte: Es waren die “Ausserirdischen”.

Ich habe die “Ausserirdischen” in Anführungszeichen gesetzt, weil ich der persönlichen Auffassung bin, dass wir hier auch nur wieder materialistisch interpretieren. Ich sehe in ihnen kaum Weltraumfahrer, sondern eher ganz normale Engel, die natürlich, wenn sie Materielles beobachten oder sich bemerkbar machen wollen in irgendeiner Weise materialisieren müssen.

Ich mache mir über diese ganze Thematik keine Gedanken, bin aber überzeugt, dass vieles in dieser Hinsicht auf echter Wahrnehmung (aber viell. falscher Interpretation) beruht.

Mein Erlebnis mit Bienen

Dieses Erlebnis ist schon einige Zeit her.
Ich war mit einem Fahrrad im Wald unterwegs. Dabei bog ich in einen Seitenweg ein und sah kurz vor mir mitten über dem schmalen Weg einen Bienenschwarm, der sich um seine Königin sammelte. Die Geschwindigkeit erlaubte mir nicht mehr zu stoppen. Ich musste durch ihn hindurch. Ich schloss die Augen und trat in die Pedale. Ich befürchtete ganz schön zerstochen zu werden, hatte aber keinerlei Angst. Das Erstaunliche war nun, dass ich mit keiner einzigen Biene in Berührung gekommen war; mich deshalb auch keine stechen konnte und ich auch nicht von einer einzigen verfolgt wurde.
Als ich mir schließlich traute die Augen aufzumachen und umzudrehen, sah es aus, als wäre nichts geschehen.
Nun habe ich eine Frage an solche, die sich mit Bienen auskennen. Ist dieses Erlebnis ungewöhnlich oder unter bestimmten Bedingungen “normal”. Eine Antwort interessiert mich sehr.
Danke.

Der Insektenfotograf  Lothar Lenz (fotografiert u.a. ganz nah Hornissen, Wespen usw.) meinte (14.07.2025) dazu: "die Bienen schwärmten, das heißt ihre Königin suchte mit dem Schwarm ein neues zu Hause.
Das stellt normalerweise keine Bedrohung da, die Arbeiterinnen Folgen einfach ihrer Königin und wenn diese landet, dann bilden sie eine Traube um sie herum und schützen sie.
Ungewöhnlich ist diese Erlebnis sicherlich, denn wer wird schon mit einem Fahrrad mitten durch einen Bienenschwarm, und ich würde mal sagen Glück gehabt, denn da kann man auch ganz sicher zufällig den ein oder anderen Stich abbekommen...".

Sonntag, 6. Februar 2011

Auszüge aus Nahtoderlebnissen

Ich sah, dass ich vor meiner Geburt wußte, vor was ich stehen würde, und das ich mit Gott zusammen das Drehbuch für den Verlauf meines Lebens geschrieben hatte. Ich wußte, dass Verwirrung und Kummer meine Begleiter sein würden. Ich wählte meine Eltern und sogar verschiedene Freunde, bevor ich auf die Erde kam.
Die Möglichkeit, in einfacheres Leben zu haben, stand mir immer offen, aber ich bot mich freiwillig an, ich opferte mich, denn ich liebte die Menschen, die meine Familie werden sollten, und wollte mit ihnen zusammen sein."

(Angi Fenimore "Jenseits der Finsternis - Eine Nah-Todeserfahrung die in die Schattenwelt führte", Knaur 1996)


Ein männlicher Geist versuchte, einen sterblichen Mann und eine sterbliche Frau auf Erden zusammenzubringen - die beiden sollten seine zukünftigen Eltern sein. Er spielte Amor, und man machte es ihm nicht leicht. Der Mann und die Frau schienen in entgegengesetzte Richtungen zu streben und zeigten sich unwissentlich höchst unkooperativ. Das männliche Geistwesen unterwies sie, sprach mit ihnen, versuchte, sie dazu zu überreden, sich einander zu nähern. Andere spirituelle Wesen sorgten sich, als sie sahen, wie schwierig es für ihn war, und sie nahmen sich der Sache an. So versuchten mehrere, die beiden jungen Leute >zu verkuppeln<. Man erklärte mir, daß wir uns in der geistigen Welt mit bestimmten spirituellen Brüdern und Schwestern, denen wir besonders nahestanden, verbinden würden. Wir schlössen eine Art Pakt mit diesen Wesen, als Familie oder Freunde zur Erde zu kommen. Diese spirituellen Bande waren das Ergebnis der Liebe, die wir nach einer Ewigkeit des Zusammenlebens füreinander empfanden."

"Wir wußten um die Einflüsse, die wir später während unseres Lebens aufeinander ausüben, und die physischen und verhaltensmäßigen Eigenschaften, die wir von unserer Familie erhalten würden. Wir kannten den genetischen Code der sterblichen Körper und die; physischen Besonderheiten, die wir haben würden. Wir wollten und brauchten sie."
(Betty J. Eadie "Licht am Ende des Lebens", Knaur, 1994)



http://www.nderf.org/German/linda_s_possible_nte.htm
Meine Reise um Gott zu erkennen, begann in der Kindheit, in der rauen Umgebung von Texas, welche gefüllt war von Klapperschlangen, Tornados und Höllenfeuer-Verdammung. Meine frühe Vorstellung von Gott, wurde geprägt von einer durchdringenden, extremen religiösen Gemeinde von Südlichen Baptisten mit Bibel-Fundamentalismus den meine Eltern praktizierten. Der zornige, rachsüchtige Gott, so wie er in meinem Glauben gelehrt wurde, hinterließ in mir eine tiefe Furcht vor Gott, dem Tod und dem Leben nach dem Tode.

Doch während des Nahtods empfand Linda tiefe Liebe:
Mit den Augen meines Seelenkörpers schaute ich, um zu sehen, was mich in solch eine Liebe hielt und ich erblickte ein strahlendes Geistwesen, so herrlich und erfüllt von Liebe, dass ich wusste, ich würde nie mehr das Gefühl von Verlust fühlen. Ich kann keinesfalls erklären wie, aber ich wusste dieser Geist war Jesus Christus. Es war kein Glauben, Empfindung oder Verständnis, aber mein Wiedererkennen von Jesus Christus kam aus meiner neuen Sicht des Geistes.

Ich sah nicht den Geist, so wie ich Jesus Christus auf gemalten Bildern sah, aber das angeborene Wissen von meinem Herz erinnerte sich und erkannte Jesus. Dieser strahlende Geist war Jesus Christus, die Erscheinung und Ausdruck von vollkommener Liebe. Wegen meiner christlichen Erziehung wusste ich keinen anderen Namen um zu benennen was ich empfand, als ich zu ihm sah.

Anmerkung: Offensichtlich ist dieses Erkennen ein W i e d e r - erkennen!


http://www.nderf.org/German/beverly_b_nte.htm
Eine Jüdin:
Wie beurteilten sie die Wirklichkeit ihrer Erfahrung kurz (Tage bis Wochen) nachdem sie diese erlebten?: Die Erfahrung war ganz bestimmt echt. Sie veränderte alles. Ich glaubte an das Wesen der Realität, Gott und den Menschen. Ich begriff, dass die Leute, die mich erzogen haben, im Grunde Unrecht hatten in ihren Einstellungen zum Leben, weil mir niemand jemals von einem Lichtwesen und der großen Liebe im Jenseits berichtet hatte. Das war nicht der zornige alttestamentarische Gott oder der abgehobene Vater, der nur diejenigen liebt, die Jesus Christus als ihren persönlichen Erlöser akzeptieren. Die Liebe war bedingungslos, wahrhaft und vollkommen. Meine Sicht der irdischen Welt zeigte mir dann, dass da ein Zusammenhang mit einem ursprünglich Göttlichen Plan war, wenn auch die Ausführung davon auf der Erde nur sehr mangelhaft war.


http://www.nderf.org/German/attila_p_possible_nte.htm
Nahtod im 4. Lebensjahr:,
Als nächstes befand ich mich in einer Art Verhandlungs oder Gerichtsaal. Vor mir saß ein unglaublich würdiger übermächtiger aber sehr gütiger Richter. Absolut unbestechlich. Amt und Person war eins und nicht Würde der Person qua Amt. Ich saß auf einer Bank und neben mir ein Freud oder Verteidiger. Intensive Liebe ging von ihm aus. War es Jesus?

Der Richter fragte mich: Was machst Du hier? Ich bekam ein irgendwie Furcht und wollte erwachen ging aber nicht. Ich überlegte und wurde mir gewahr dass ich sterben wollte. Im selben Augenblick in dem ich mir dessen bewußt wurde, wußte es auch der Richter. Ich fühlte sein Mitleid wie ein Pflaster auf meiner Seele. Ich merkte so böse ist der gar nicht. Ich lernte Macht von Bösartigkeit zu trennen. Der Richter dachte eine Weile nach und sagte: Aber Du hast doch eine Aufgabe. In diesem Augenblick sah ich alle Menschen (meiner Zeit?) mit samt ihren jeweiligen Lebenswegen als eine Art zeitliches Mosaik mit meinem eigen Lebensweg mitten drin, vor meinem geistigen Auge. Die Harmonie aller Lebenswege zusammen war unglaublich. Ich sah ein, dass mein eigenes Leben als Mosaikteil fehlen würde und so die Harmonie stören würde. Ich sah ein, dass ich mein Lebenslauf vollenden mußte. Das Hemd war mir jedoch näher als die Jacke. Ich wollte nicht zurück in die Hölle der Realität der Erde. Doch der Richter stellte fast sachlich fest: Du mußt zurück! Diese Feststellung fiel zusammen (zeitlich) mit meinem Verschwinden aus diesem Gerichtssaal. Ich war wieder vor der Stadt, kurze Zeit in der Dunkelheit und raste mit atemberaubenden Tempo zurück ins Universum direkt zurück auf die Erde in meinen Körper. Ich merkte daß etwas unangenehm an meine Schulter rüttelte. Es war meine Mutter die zufällig? noch einmal nach uns geschaut hatte und bemerkte, dass ich nicht mehr atmetete. Sie schrie mich an: "atme Junge", "Du mußt atmen" Ihre Stimme war voller Panik! Das machte mir angst und holte mich aus meinem tiefen Frieden. Ich versuchte zu atmen, bekahm aber nur ein Röcheln hin. Das Atmen fiel mir sehr schwer.



http://www.nderf.org/German/cathleen_c_nte.htm
Ich befand mich in einer Gruppe von Menschen, die ich gefühlsmässig irgendwie kannte. Es schien, dass ich sie vor sehr langer Zeit gekannt hätte. Ich wusste, dass die mich erkannten wer ich war. Sie schienen mich sehr zu lieben und freuten sich ausserordentlich, mich zu sehen.

Er fragte mich: „Bist du dir bewusst, dass du jetzt (körperlich) gestorben bist?“

Ich sagte: „Eigentlich ja. Ich nehme an zu wissen, dass ich gestorben bin. Bitte sag mir, wenn wir, deine Kinder, in den materiellen Körper kommen, leben wir dann gerade einmal, oder leben wir immer und immer wieder?“

„Schau, es ist so zu verstehen...“ Er nahm mich mit zum Eingang einer Halle. Wir standen da und schauten entlang dieser langen Halle, und da waren Millionen und Millionen von Ausgängen aus dieser Halle. Er gab mir zu verstehen:

„Da ist jede Menge Auswahl zur Verfügung für dich. Deine Wahl ist die wahre Antwort auf deine Frage. Die Auswahl liegt an dir. Du kannst wählen, hier zu bleiben wo du bist, du kannst wählen, diese Halle hinunter zu gehen um ein Tor auszulesen. Suchst du dir ein Tor aus, bedeutet das, dass du den Himmel verlässt und wieder auf der Erde geboren wirst aus dem Mutterleib irgendeiner Frau irgendwo auf Erden.“

Dann fragte ich Ihn: „Aber wie weiss ich, welches Tor ich nehmen sollte?“

Seine Antwort war lediglich: „Das Tor, welches du wählst ist in deinem Willen, deine Wahl.“

Er konnte mir keinen Beweis geben, was dieses Leben beinhalten würde. „Es (das Leben) ist ein Mysterium“.

Ich fragte Ihn:“ Müssen wir ein anderes Tor nehmen und immer und immer wieder neu leben?“ Dies wäre für mich persönlich die Hölle, weil meine Erfahrungen grösstenteils sehr traurig und sorgenvoll waren.

Er sagt zu mir: „Einige Leute wählen immer und immer wieder, zurück zu gehen. Ich selber möchte nicht, dass sie das tun. Ich wünsche mir, dass sie bei mir bleiben, aber ich verstehe auch deine Gefühle. Wenn ihr euch entschliesset, mich zu verlassen, entferne ich euch alle Erinnerung an vorhergehende Leben, weil ich nicht möchte, dass es euch in Schwierigkeiten bringt. Ich meine, zu Leben auf Erden ist eine gute Sache für alle von euch“.

Er wies noch einmal auf alle meine gewählten Leben hin und füllte mich noch einmal mit all Seiner Liebe an. Dann fragte Er mich:

„Und nun - warum willst du mich verlassen?“

Ich wusste nicht mehr ob und was ich Ihm antwortete.

Er fragte mich weiter: „Nun, wie fühlst du dich in gestorbenem Zustand?“

Ich sagte, dass es mir wirklich nicht so viel ausmache, aber mein einziges Bedauern sei, dass ich keine Gelegenheit hatte, meinen Eltern auf Wiedersehen zu sagen.

Als allernächstes danach war, dass ich erkannte, völlig erstaunt, verblüfft, denkbar einfach, dass ich aufs Mal in meinem alten Körper zurück war, nicht realisierend, dass ich meine Wahl getroffen hatte.

Ich wählte, meinen alles liebenden, alles akzeptierenden himmlischen Vater zu verlassen, aus dem Grund, dass ich meinen Eltern auf Wiedersehen sagen konnte...

MEIN GOTT – WAS GAB ICH DA AUF!

Anmerkung: In der Bibel heißt es, dass da wo unser Schatz ist auch unser Herz sei. Hier sieht man wie die Liebe zu den Eltern Cathleen wieder in den Körper zurückbringt. Nicht anders ist es, wie hier gesagt wurde, mit den Reinkarnationen. Um wirklich in der geistigen Welt bleiben zu können, dürfte man an nichts Irdischem mehr hängen. Um dieses Ziel zu erreichen, sagt deshalb die Bibel, dass wir dem fleischlichen Menschen absterben sollen.


http://www.nderf.org/German/robert_c_nte.htm
Dann bemerkte ich, daß ich ein Lichtball war. Ich hatte nicht mehr die Form eines menschlichen Wesens. Mein Bewußtein war sphärisch und in alle Richtungen gleichzeitig ausgerichtet, und ich hatte ein gottähnliches Wissen. Dann sah ich plötzlich mein ganzes Leben detailgetreu an mir vorüberziehen ... tatsächlich sah ich mehr als Worte und Taten, nämlich, wie sie auf die Menschen um mich herum wirkten. Es war als ob Energie aus mir herausstrahlte, wie die konzentrischen Wellen eines Kieselsteins, der ins stille Wasser geworfen wird – und die schließlich alles berühren, was um ihn herum ist. Ich sah, wie meine Taten andere – sogar indirekt – verletzten. Ich war am Boden zerstört. Ich fühlte solch einen Schmerz, daß mir noch heute die Kehle eng wird, wenn ich nur daran denke.

Dann zeigten mir die beiden Gestalten, wie ich in mich hineinsehen konnte. Das tat ich, und was ich sah, war wie eine endlose Reihe von Licht-Perlen. Ich näherte mich einer und berührte sie.

Ich sah eine ganze Lebenszeit hier auf der Erde ... ich war irgendwo, was mir vorkam wie Frankreich im 16. Jahrhundert. Ich trug eine Militäruniform und hatte ein Schwert. Ich war ein Säufer und Aufschneider und liebte Duelle. Ich starb in einem Graben mit dem Gesicht nach unten, nachdem ich von einem Schwert durchbohrt worden war ... Ich betrachtete eine andere Perle und war wieder ein Soldat in einer griechischen Phalanx; mein Herz wurde durchbohrt und ich starb im Kampf. Ich schaute noch einmal, und ich war ein Priester in Ägypten. Ich kannte die Geheimnisse des Tempels dieser Zeit. Ich sah noch eine andere an und ich war noch einmal ein Tempelpriester, aber diesesmal an einem Ort, den wir Atlantis nennen. Ich ging den heiligen Weg, der nur für Eingeweihte gedacht war und kannte die hochentwickelte Technologie dieser Zeit und die der Pyramiden. Ich schaute wieder, aber diesesmal war es anders. Ich war kein Mensch, ich war etwas, das ich nur als Pan-ähnliches Wesen beschreiben kann, teils Ziege, teils Mensch. Ich hütete Herden merkwürdiger Lebewesen auf einem wasserarmen kleinen Planeten, der kleiner als die Erde war. Große Felsen und kristalline Strukturen ragten aus dem Boden heraus. Ich wußte, meine Zeit war kurz, sie riefen mich zurück – so ging ich zurück und berührte eine der letzten Lichtkugeln. Ich war ein gestaltloses Wesen, das in der Dunkelheit – oder im leeren Raum – lebte.

Anmerkung: Hier haben wir offenbar Hinweise auf drei verschiedene Erdenleben des Klienten.


http://www.nderf.org/German/amy_c_nte_4720.htm
Amy sieht während ihres Nahtoderlebnisses Menschen, die ihrem Leben selbst ein Ende setzten:
Der (jenseitige) Lehrer fuhr fort, mehr Informationen zu liefern. Er erklärte, dass das eigene Leben abbrechen für diese Leute bedeutet, einen Rest Zeit zu haben, aber das zu lernen, was dringend zu Lernen ist, würde schwierig werden. Ich begann zu verstehen, dass, je mehr sie gelehrt und ihnen eingegeben wurde an guten und hilfreichen Informationen, selbst wenn sie „mit ganzem Herzen“ einverstanden waren womit sie gelehrt wurden, oder was sie noch zu lernen brauchten, dass das Lernen ohne Körper wie das Lernen einer Drogenabhängigkeit ist ohne die Gelegenheit, Drogen einnehmen zu können. Oder wie seinen eigenen Feind lieben zu lernen ohne Feinde zu haben.

Er verdeutlichte mir, telepatisch, „Sie SIND GESTORBEN. SIE SIND TOT.“ Ich fragte ihn rundweg, „wenn diese Menschen tot sind, was bin dann ich?!“

Ich weiss nicht, warum es so lange gedauert hatte, bis ich diese Tatsache begriff. Er klärte mich sanft auf: „Sie sind nicht tot. Sie sind dazwischen. Sie sind wie in einem Koma. Sie gehören nicht dazu.“

Mit diesen Worten begann ich: „ich muss demnach hier raus!“ Als ich mich auf die Ecke des Raumes zu bewegte, mindestens einige der betrunkenen, dummen Jungs stürzten auf mich zu mit Worten wie: “sie lebt noch, rühr sie an!“ Es war sehr gruselig. Sie grabschten tatsächlich an mir herum und versuchten, mich zurück zu ihnen zu zerren. Sie versuchten, mich sexuell zu belästigen. Es war Horror.

So glaube ich zu wissen, dass einige der Verstorbenen, wenn nicht sogar alle, immer noch irdische oder weltliche Begierden haben.

Zurückschauend auf diesen Teil meiner Erfahrung, war ich verblüfft wie irdisch, wie tierisch sogar Menschen sein können im Jenseits. Man könnte erwarten, dass beim Betreten des Todes-Tores, die plötzliche Erleuchtung eintreten müsste, dass vielleicht jedermann absolute Güte an sich ziehen und das Licht und einen Neuanfang wählen würde, möglicherweise engelhafter und gereinigter werden. Aber an diesem Ort kam jeder genau so rüber wie er vorher war.

Es interessierte mich auch, was es mit der Religion auf sich hatte während ich dort war. Und ich erhielt sofort die Ansicht, dass dies nicht von Bedeutung war. Dass einem die Religion, egal ob beigetreten oder nicht beigetreten auf Erden, immer im Herzen eingraviert steht. Es gilt WER die Person war, nicht welches Label sie trug, oder wen oder was sie angebetet hatte oder daran glaubte. Deine eigene Frequenz, der Ton, die mathematische Gleichung und Schwingungen sagt alles, und du kannst nicht daran herumbasteln. Du BIST wer du bist. Ich lernte, dass wir hier sind um zu lernen wie man liebt, die Göttliche Liebe. Und Meister zu werden über uns selber. Unsere niedere Natur abzulegen und über uns selbst hinauszuwachsen zu unserem höheren Selbst. Wir arbeiten alle wieder in Richtung Einheit.

Bei meinen NDE- Überlegungen kam ich zum Schluss, dass die meisten von uns viel, VIEL länger gelebt haben als wir je ergründen können. Dass unser Leben, das uns so sehr lang vorkommt, unendlich kurz ist im Vergleich zum Gesamtbild... das für diese Angelegenheit nicht eingerahmt werden kann. Es wurde mir gezeigt, dass jedes einzelne Individuum durch seinen freien Willen Lebenspfade wählt, welche MATHEMATISCH genau zu den Umständen führt, für die nächste Existenz oder das nächste Leben. Dass überhaupt NICHTS von alledem dem Zufall oder Chaos überlassen ist. Dass jeder einzelne Aspekt von unserem Leben geregelt ist durch NATÜRLICHE Gesetze, in die wir uns SELBST hineinbegeben! So im Sinne von: Erschaffen unserer eigenen Welt.

Anmerkung: Amy erfährt hier sehr Wichtiges - nämlich, dass wir uns nur auf der Erde zum Guten oder zum Schlechten entwickeln können. Wir brauchen den Widerstand, die Hindernisse...


http://www.nderf.org/German/jutta_p_nte.htm
Gab es einen oder mehrere Teile ihrer Erfahrung, die besonders bedeutsam oder wichtig für sie waren? Wichtig für mich war die sanfte Stimme, die mir bewusst gemacht hat, dass ich eine Seelen-Aufgabe erfüllen will, das ich freiwillig hier bin und es mir genau so ausgesucht habe.

Anmerkung: Auch hier wieder die Einsicht, dass wir freiwillig auf die Erde kommen und uns vor der Geburt die Lebensumstände aussuchen.


http://www.nderf.org/German/george_rodonaia's_nte.htm
(Atheist gewesen, Dunkelheit)
Dr. George Rodonaia ist promovierter Mediziner und promovierter Philosoph im Fach Neuropathologie, weiter hat er im Fach Psychologie der Religionen promoviert. Vor ganz kurzer Zeit hat er eine viel beachtete Botschaft an die Vereinten Nationen über die „aufstrebende globale Spiritualität“ gerichtet. Bevor er aus der Sowjetunion im Jahre 1989 in die Vereinigten Staaten emigrierte, arbeitete er als Psychiater an Forschungsprojekten an der Moskauer Universität.

Dr. Rodonaia hatte eines der tiefgehendsten “Nahtoderlebnisse”, die je berichtet wurden. Nachdem er im Jahre 1976 von einem Auto niedergestoßen worden war, wurde er für tot erklärt und war drei Tage lang in einem Leichenschauhaus. Er kehrte ins Leben zurück, als ein Arzt mit der Autopsie begann und einen Einschnitt in seinem Unterleib machte.
Ein wichtiges Merkmal an Dr. Rodonaias Nahtoderlebnis – und das ist bei vielen derartigen Erlebnissen der Fall - war, dass dieser davon total verändert wurde. Vor seinem Nahtoderlebnis arbeitete er als Neuropathologe. Er war auch eingefleischter Atheist. Doch nach seiner Erfahrung widmete er sich ausschließlich dem Studium der Psychologie der Religionen. Dann ließ er sich zum Priester in der griechisch-orthodoxen Kirche weihen. Heute ist er außerordentlicher Seelsorger der Ersten Vereinigten Methodistischen Kirche in Nederland, Texas.

Das Erste, woran ich mich bei meinem Nahtoderlebnis erinnere ist, dass ich mich in einem Reich von absoluter Dunkelheit befand. Ich spürte keine körperlichen Schmerzen; ich war mir irgendwie meiner Existenz als Georg bewusst, und rundherum war äußerste und vollkommene Dunkelheit – die äußerste Dunkelheit, die man sich vorstellen kann, dunkler als jede Dunkelheit und schwärzer als totale Schwärze. Diese Umgebung bedrückte mich. Ich war entsetzt! Ich war darauf überhaupt nicht vorbereitet. Ich war erschrocken, dass ich noch immer existierte, aber ich wußte nicht, wo ich war. Der einzige Gedanke, mit dem ich mein Gehirn zermarterte, war: „Wie kann ich existieren, wenn ich nicht bin.“ Dieser Gedanke beunruhigte mich sehr.
Langsam gewann ich die Kontrolle über mich selbst und begann nachzudenken, was passiert war. Mir kam aber kein tröstlicher und beruhigender Gedanke. Warum bin ich in dieser Dunkelheit? Was soll ich tun? Dann erinnerte ich mich an Descartes berühmten Ausspruch: “Ich denke, also bin ich.“ Und das befreite mich von einer schweren Last, denn ich erlangte die Gewissheit, dass ich noch immer am Leben war, wenn auch in einer ganz anderen Dimension. Dann dachte ich: “Wenn ich existiere, warum sollte ich das nicht positiv betrachten.“ Mir kam folgender Gedanke. Ich bin Georg und ich befinde mich in der Dunkelheit, aber ich weiß, dass ich existiere. Ich bin, was ich bin. Ich darf nicht negativ eingestellt sein.

Dann kam mir folgender Gedanke: “Wie kann ich definieren, was positiv in der Dunkelheit ist?“ Nun, das Licht ist positiv. Da befand ich mich plötzlich im Licht; hell, weiß, strahlend und stark; ein sehr helles Licht. Es war wie das Blitzlicht einer Kamera – ohne zu flackern – so hell. Es war eine beständige Helligkeit. Zuerst schmerzte mich das strahlende Licht. Ich konnte es nicht direkt anschauen. Aber nach und nach spürte ich , dass es Sicherheit und Wärme ausstrahlte – und alles schien bestens zu sein.
Das Nächste, das ich merkte, waren alle diese Moleküle, Atome, Protonen, Neutronen, die überall herumsausten. Einerseits war es total chaotisch, aber gleichzeitig bemerkte ich voller Freude, dass dieses Chaos auch seine eigenständige Symmetrie hatte. Diese Symmetrie war schön und einheitlich und ganz, und es durchflutete mich ein Gefühl von unvorstellbarer Freude. Ich sah, wie sich die universelle Form des Lebens und der Natur vor meinen Augen ausbreitete. Zu diesem Zeitpunkt verlor ich jedes Interesse an meinem Körper, weil mir klar wurde, dass ich ihn nicht mehr brauchte – ja es wurde mir bewusst, dass er nur eine Begrenzung darstellte.
In diesem Erlebnis verschmolz alles, so dass es schwierig für mich war, eine exakte Reihenfolge diesen Ereignissen zu geben. Die Zeit, wie ich sie gekannt hatte, blieb stehen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmolzen irgendwie zu einer zeitlosen Einheit des Lebens.

Plötzlich erlebte ich den sogenannten “panoramischen Vorgang der Lebensschau”, denn ich sah mein Leben von Anfang bis zum Ende – alles auf einmal. Ich nahm an den echten Dramen meines Lebens teil, wie bei einem holographischen Bild, das sich vor mir darstellte. Ich hatte weder ein Gefühl für die Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft, es war nur ein Jetzt und die Realität meines Lebens. Es war nicht so, als ob es mit meiner Geburt begann und sich dann mit meiner Studienzeit an der Moskauer Universität fortsetzte. Es erschien alles auf einmal. Das war ich. Das war mein Leben. Ich hatte auch nicht ein Gefühl von Schuld oder Reue für Dinge, die ich getan hatte. Es war nichts Wertendes im Zusammenhang mit meinen Fehlern, Mängeln oder Vorzügen. Das Einzige, was ich fühlte war: „Das ist mein Leben so wie es war“ - und ich war damit zufrieden. Ich akzeptierte mein Leben so wie es war.
Während dieser Zeit umgab mich das Licht mit einem Gefühl des Friedens und der Freude. Es war sehr positiv. Ich war sehr glücklich im Licht zu sein. Ich verstand auch, was das Licht bedeutete. Ich erfuhr, dass alle körperlichen Regeln für das menschliche Leben nichts waren im Vergleich zu dieser universellen Realität. Ich sah auch, dass ein schwarzes Loch nur ein anderer Teil dieser Unendlichkeit ist, welches das Licht darstellt. Ich sah, dass die Realität überall war. Das betraf nicht nur das irdische Leben, sondern auch das unendliche Leben. Alles ist nicht nur miteinander verbunden, alles ist eins. Deshalb spürte ich eine Ganzheit mit dem Licht, ein Gefühl, dass alles mit mir und dem Universum seine Richtigkeit hat.
Da war ich also durchflutet von all diesen herrlichen Dingen und dieser großartigen Erfahrung, als plötzlich jemand begann in meinen Bauch zu schneiden. Können Sie sich das vorstellen? Ich war in das Leichenschauhaus überführt worden. Ich war für tot erklärt worden und drei Tage dort liegen gelassen. Es war eine Untersuchung in die Ursache meines Todes eingeleitet worden, deshalb wurde jemand ausgeschickt, um eine Autopsie vorzunehmen. Als man begann, in meinen Bauch zu schneiden, spürte ich wie jemand mich am Hals packte und mich hinunterdrückte. Es war so stark, dass ich die Augen öffnete und große Schmerzen verspürte. Mein Körper war kalt und ich begann zu zittern. Die Autopsie wurde sofort abgebrochen und man brachte mich ins Spital, wo ich die folgenden neun Monate unter einer Beatmungsmaschine verbrachte.
Langsam erlangte ich meine Gesundheit wieder. Trotzdem würde ich niemals mehr derselbe wie früher sein, weil ich für den Rest meines Lebens die Weisheit erwerben wollte. Dieses neue Interesse führte mich dazu, mich an der Universität von Georgien zu inskribieren und dort erwarb ich auch das zweite Doktorat in Philosophie in der Fachrichtung „Die Psychologie der Religionen“. Schließlich kamen wir 1989 nach Amerika und ich arbeite als außerordentlicher Seelsorger der Ersten Vereinigten Methodistischen Kirche in Nederland, Texas.
Jeder, der eine solche Gotteserfahrung gehabt hat, bei der er ein tiefes Gefühl der Verbundenheit mit der Realität erlebt hat, weiß, dass es nur eine wirklich wichtige Tätigkeit im Leben gibt und das ist die Liebe, die Liebe zur Natur, zu den Menschen, zu den Tieren, zur Schöpfung selbst, ganz einfach weil sie existiert. Gottes Schöpfung zu dienen mit einem warmen, liebenden, großzügigen und mitleidenden Gemüt, nur das hat Bedeutung in unserem Dasein.

Viele Leute wenden sich an Menschen, die Nahtoderlebnisse gehabt haben, weil sie spüren, dass wir die Antworten auf offene Fragen haben. Aber ich weiß, dass das nicht wahr ist, zumindest nicht vollständig wahr. Niemand von uns wird die großen Wahrheiten des Lebens ausloten, solange wir uns nicht mit der Ewigkeit im Tode vereinen. Aber in der Zwischenzeit liegt es in unserer Natur Antworten auf unsere tiefsten Fragen zum Nahtoderlebnis und zur Unsterblichkeit zu suchen.


http://www.nderf.org/German/diane_nte.htm
Uns stehen die Erinnerungen an unserer Vorleben hier nicht zur Verfügung. Wir kommen nicht zu irgendeinem Zeitpunkt wieder auf die Erde zurück, und das wird auch gar nicht von uns erwartet. Die ganze Welt ist eine große Bühne, und unsere Wahl, wo wir dort stehen und agieren, ist nicht zufällig.

Denn wir entscheiden, unter welchen Umständen wir wo und als was geboren werden. Und jedem ist tief im Inneren die Fähigkeit gegeben, mit allem fertig zu werden, was auch immer uns das Leben serviert. Der Geist ist der Materie übergeordnet, das ist eine Tatsache, und das ist der Grund, weshalb sich Wunder ereignen können.

Anmerkung: Auch hier wieder kommt zum Ausdruck, dass wir bereits auf der Erde lebten und wieder auf sie zurückkommen.


http://www.nderf.org/German/sarah_nte.htm
So erfuhr ich, dass ich unsterblich sei. Obwohl ich wohl viele verschiedene Todesarten ausprobieren würde, würde ich doch stets wissen, wer ich wäre.

Anmerkung: Auch hier in den Todesarten der Hinweis auf mehrere Erdenleben.


http://www.nderf.org/German/twenty_yrs_later_nte.htm
Meine religiösen Anschauungen haben sich total verändert. Ich bin in einem christlichen Heim aufgewachsen und habe es mir zur Aufgabe gemacht, Christus nachzufolgen, als ich 10 Jahre alt war. Meine Eltern waren Missionare in Ostafrika. Manchmal hatte ich mich fern von Gott gefühlt, oder ich hatte mich aufgelehnt gegen die Moral, in der ich erzogen wurde, aber ich betrachtete mich noch immer als Christin. Ich glaubte, dass die Bibel das Wort Gottes war und dass der Auftrag Jesus Christus nachzufolgen mich vor der ewigen Hölle retten würde. Manchmal hatte ich strittige Fragen bezweifelt, die die Religionen von einander trennen oder verschiedene theologische Vorstellungen oder Heilsauffassungen bezweifelt. Während meines Todes gewann ich eine Einsicht, die mich nicht nur sehr weit von meinen früheren Glaubensvorstellungen wegbrachte, sondern auch in vielen Dingen solche Glaubensvorstellungen als nichtig zu erachten. Seitdem ich solche neuen Erkenntnisse gewonnen habe, habe ich manchmal ignoriert, was ich an Glaubensvorstellungen gelernt habe und an die ich mich seit meiner Kindheit geklammert hatte und manchmal habe ich Glaubensvorstellungen aufgegeben, von denen ich weiß, dass sie menschlichen und nicht göttlichen Ursprungs sind. Es war nicht leicht für mich das zu verarbeiten, was ich gelernt habe.

Ein Ergebnis ist, dass ich viel offener für Glaubensvorstellungen bin, die von meiner eigenen abweichen, weil ich weiß wie beschränkt der menschliche Geist ist. Ich weiß, dass sich Gott uns zeigen wird, wie unsere Nöte und Glaubensvorstellungen es bedingen. Gott selbst, in der Gestalt von Jesus gab sich große Mühe, dass seine nächsten Jünger ihn verstanden. In der Nacht vor seinem Tod war seine Enttäuschung groß, als er begriff, dass sie ihn einfach nicht verstanden, dass seine Zeit zu Ende war. Jesus war beschränkt durch seine Menschlichkeit. Der Heilige Geist ist beschränkt durch unsere Menschlichkeit.
Obwohl die Bibel durch Gott inspiriert wurde, wurde sie von Menschenhand geschrieben und wird von Menschen gelesen. Sie ist begrenzt dadurch, dass sie in Worten spricht. Sie ist tiefgehend, aber begrenzt. Sie hilft uns das zu verstehen, was über unser Verstehen hinausgeht. Die Freude, der Frieden, das Glück, die Zufriedenheit und Liebe helfen uns zu verstehen, was unser Verstehen übersteigt. Die unverdiente, bedingungslose, Liebe Gottes, die wir gar nicht verdienen, liegt jenseits unserer Auffassungsgabe. Die Vorstellung der Rettung ist unser Versuch etwas auszudrücken was für uns bestimmt ist. Unser Verständnis von Rettung, soviel wir auch darüber debattieren, kommt Gottes Realität nicht einmal in Ansätzen nahe. Ich versuche nicht mehr die Wahrheit zu suchen, weil ich weiß, dass wir einmal alle verstehen werden, wie die Wahrheiten zusammen passen.

Die Kirche (Religion) ist das, was wir getan haben, um zu verstehen, was jenseits unseres Verstehens ist – Grenzen dem Grenzenlosen zu setzen – um zu kontrollieren, was nicht zu kontrollieren ist. Religion ist das Ergebnis unserer Unfähigkeit, Spiritualität zu begreifen. Und sie nährt uns, sie hilft uns Gott näher zu kommen, sie ist unser Rettungsanker, sie hilft uns in unserem Verständnis. Sie kann uns auch Schmerz, Trennung und Verwirrung bringen.

Ich bestreite keine religiösen Überzeugungen. Ich versuche nicht die Gültigkeit meiner Erfahrung zu beweisen. Ich versuche zu vermeiden, dass kirchliche Regeln und Satzungen
einen negativen Einfluss auf meine Überzeugungen haben. Ich versuche mit Gott in eine Beziehung zu treten, so gut ich kann.

Anmerkung: Hier wird deutlich, dass sich die spirituellen Wahrheiten - also das, was mit den Worten wirklich gemeint ist - schwer ausdrücken lassen und sich der Gehalt einer Lehre nur durch wirkliches spirituelles Wachstum erschließt.

http://www.nderf.org/German/suicide_nte.htm
Nahtoderlebnis eines Selbstmörders:
"Ist so der Tod?", formulierte ich in mir drinnen. "Nein!", kam von irgendwoher die Antwort. Ich war richtiggehend entsetzt, als ich ein überirdisch schönes Wesen wahrnahm, das enorme Liebe, Güte und Wärme ausstrahlte. Es war ein Wesen aus schönem, hellem weißem Licht. Silberfäden kamen aus seiner Mitte. Ich war schüchtern und konnte nichts sagen. Dann merkte ich, dass meine Gedanken von diesem unglaublichen Wesen aufgefangen wurden. "Nein!", kam als Wiederholung. "So ist der Tod nicht. Komm mal mit, ich werde es dir zeigen." In meiner Erinnerung bin ich dann mit ihm über eine Art Abgrund geschwebt. Darin sah ich keine Schönheit, kein Leben. Irgendwelche Leute gingen dort in einer furchtbar deprimierenden Art und Weise mit gesenkten Köpfen und gebeugten Schultern umher. Sie rempelten sich hin und wieder ziellos gegenseitig an, aber sie fielen nicht um und gingen immer weiter. Es war ein furchtbarer Gedanke, bald in diese Gemeinschaft verwirrter Seelen hineingeworfen zu werden. Die Stimme schien mein Entsetzen zu bemerken und tröstete mich: "Das hier ist deine eigene Hölle. Irgendwann würdest du wieder zur Erde zurückgeschickt werden. Dort würdest du ein ganz neues Leben bekommen, würdest aber vor dieselben Probleme gestellt werden wie in deinem Leben jetzt. Bis dahin wirst du bei diesen verirrten und verlorenen Seelen bleiben. Selbstmord ist nämlich kein Ausweg."

Anmerkung: Wir schaffen uns selbst unsere Hölle. Sie ist das Resultat eines falschen Lebens.
Selbstmord nützt nichts um den Schwierigkeiten zu entfliehen. Denn wir müssen wieder auf die Erde zurück!





Donnerstag, 1. Juli 2010

Sexualität und Transformation


Sexualität hat in unserer Zeit, in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Das ist nicht immer so gewesen. In England kannte man das aus unserer Sicht als sexuell verklemmt geltende puritanische Zeitalter, oder denken wir an das Ideal der Enthaltsamkeit, das besonders im Mittelalter viele Menschen ergriff. Heute macht anderswo der radikale Islam von sich reden, der sicherlich nicht ganz zu Unrecht unsere sexuelle Freizügigkeit als dekadent betrachtet. Welches Verhältnis aber sollte der geistig strebende Mensch, also derjenige, der an seiner Transformation arbeitet, zur Sexualität einnehmen? Auch hier sind die Ansichten geteilt, sind wir nicht unbeeinflußt von der Zeitströmung und den Resten der Vergangenheit. Sexualität gehört auch für den geistig Strebenden zu den unausgeleuchtetesten Themen.
Sollten wir die Sexualität frei ausleben? Eventuell auch mit verschiedenen Partnern? Oder sollten wir die sexuellen Regungen unterdrücken? Lässt sich Sexualität überhaupt transformieren? Und wenn, dann wie? Zur Beantwortung dieser Fragen ist es deshalb wichtig zu untersuchen, was Sexualität überhaupt ist, und woraus die sich wandelnden Wertungen ihrer Rolle verstehen lassen.

Die ursprüngliche Funktion der Sexualität, wie wir sie im Tierreich und auch schon im Pflanzenreich beobachten können, ist nichts anderes als die Sorge um die Nachkommenschaft .
Im Pflanzenreich spielt sich die Sexualität ausschließlich unter kosmischen Ereignissen ab. Die Frühlingszeit ist die Zeit der pflanzlichen "Liebe", die sich allerdings völlig ohne Gefühl, ohne Erregung abspielt. Auch die Sexualität des Tieres steht wesentlich noch unter kosmischen Vorzeichen, allerdings spielen da schon Erregung und Gefühle eine gewisse Rolle, die aber bei den meisten Tieren eben nur zur Brunftzeit aktiviert werden.
Auch die Anfänge der Menschheit waren noch unter kosmischen Einfluß, von dem er sich allerdings immer mehr entfernte. Das führte schließlich dazu, daß sich der Mensch immer mehr als Einzelwesen empfand, inmitten ei nes Kosmos, in dem er sich ungeborgen fühlte.
Diese Loslösung vom Kosmos trug die Möglichkeit zur Chaotisierung des gesamten Daseins in sich, da eben der Mensch nicht mehr direkt von ihm beeinflußt ist. Sexualität diente seither nicht mehr ausschließlich der Fortpflanzung, sondern wurde Mittel zum Zweck, ja sogar reiner Selbstzweck.
Es wurde Aufgabe der Religionen, immer wieder diese ausufernden Begierden einzudämmen, damit sie nicht zur Zerstörung des gesellschaftlichen und persönlichen Lebens (Krankheiten) führten.

Heute wirft man dem Christentum Sexualfeindlichkeit vor. Dieser Vorwurf trifft jedoch mehr oder weniger alle Religionen, aus oben genanntem Grund. Dass wir heute, selbst bei den abnormsten Praktiken, und unverhüllter Darstellung der Sexualität kaum noch Scham empfinden, sondern uns unserer "Freiheit" rühmen, ist nicht ein Zeichen der Weiterentwicklung, sondern tatsächlich des Verfalls. Ein weiterer Schritt auf den Abgrund zu.
Wir sehen das u.a. auch deutlich daran, daß die sexuellen Begierden selbst vor Kindern keinen Halt mehr machen.
Noch empört, man sich darüber, aber an homosexuelle "Ehen" hat man sich auch schon gewöhnt. Es gibt eben keine Grenze, wenn man nach den eigenen Begierden geht! Und tatsächlich ist es so, dass unsere Begierden uns schon weitgehend zum Maßstab geworden sind! Woher sollte auch eine Einschränkung kommen, wenn man die Religionen ablehnt?
Doch genügt es, die Sexualität einzuschränken? Gewiß nicht!
Denn wir wissen gerade aus puritanischen Zeiten, wo die Sexualität unterdrückt wurde, dass daraus nur Unheil resultierte. Freud wurde ja bekannt durch seine Aufdeckung sexueller Verdrängungen. Sex, in der Folge allerdings als zur Gesundheit dienlich anzusehen, schießt ebenfalls am Ziel vorbei.

Letzten Endes kommt es tatsächlich darauf an, Sexualität lediglich zur Fortpflanzung zu praktizieren bzw. ganz zu überwinden.
Das ist selbstverständlich keine Norm, die der Gesellschaft als Ganzes übergestülpt werden kann und zu deren Einhaltung jeder verpflichtet sei. Wünschenswert ist lediglich, daß das Wecken sexueller Vorstellungen und Begierden durch die Medien und die Gesellschaft wieder geächtet werden.
Dann laden wir wenigstens nicht mehr die Schuld auf uns, den Kindern falsche Leitbilder zu vermitteln. Weiterentwickeln kann sich der Mensch ohnehin nur noch durch persönlichen Entschluß. Dazu ist Orientierung nötig.

Weshalb sollte nun die Sexualität letztendlich über -wunden werden?
Wir sagten bereits, dass Sexualität der Fortpflanzung dient, dass die Sexualität, je mehr sich die Lebewesen selbst wahrnehmen können, mit Empfindung und Gefühl verknüpft ist, und aus der kosmischen Regelung der persönlichen Willkür anheimfällt. Sexualität wird auch von den Tieren als angenehm empfunden. Das ist deshalb der Fall, weil sich in ihr das Lebewesen seiner selbst am meisten bewußt wird.

Da Sex als angenehm empfunden wird, ja sogar am schönsten, ist mit dieser Empfindung gleichzeitig das Verlangen nach Wiederholung gegeben. Dieses Verlangen nach Wiederholung kann allerdings hauptsächlich nur beim Menschen in Erscheinung treten, da dazu gehört, dass man sich an Empfindungen erinnern kann. Sonst ist man nur auf äußere Auslöser, also Reize angewiesen. Bei einem Tier kann dieses Verlangen nicht entstehen, da es Gefühlsinhalte nicht selbsttätig aktivieren kann. Es ist also ausschließlich auf äußere Reize (Kosmos o. Beispiel der Artgenossen) angewiesen.
Wenn etwas so schön ist, und das sonstige Leben so viele Enttäuschungen bereithält, kommt dann der Mensch schnell wieder auf das Verlangen nach Sex. Je mehr aber das Verlangen gepflegt wird, um so größer wird es, d.h. um so häufiger möchte man Sex, oder er ist um so intensiver. Kurz, man kann tatsächlich völlig sexbesessen werden.
Triebtäter sind schließlich auch nur Menschen, die eine große Begierde haben, die sie aus irgenwelchen Gründen nicht befriedigen konnten, und die nun eben dermaßen nach Befriedigung drängt, daß sie Hindernisse gewaltsam niederreißt.
Andererseits erfolgt auch hier, wie in allen anderen Bereichen des Daseins eine Gewöhnung, d.h. Reize, die früher stark stimulierten, rufen nun nur noch ein Gähnen hervor, sodass der Mensch für die gleiche Befriedigung stärkere Reize benötigt. So werden schließlich immer mehr Tabus durchbrochen.

Vor Jahrzehnten, um ein Beispiel zu nennen, war eine nackte Frau in einem Kinofilm noch eine kleine Sensation. Schon wenn sich jemand küßte, wurde dies von Bemerkungen Jugendlicher begleitet. Wie sieht es dagegen heute aus? Es kommt in der Tat darauf an, daß die Sexualität entmystifiziert wird, in dem ihre psychischen "Wirkmechanismen" durchschaut werden. Nur so kann unser Leben gesunden.
Allgemein hört man die Ansicht, und es gibt sogar Ärzte, die diese weitergeben, daß mehr Sex neurotische Probleme oder Unterleibsbeschwerden lösen bzw. heilen würde.
Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen, aber nur dort, wo eben Sex, bewußt oder unbewußt, einen hohen Stellenwert hat. Eine wirkliche Lösung ist es allerdings nicht.
Das Wesen der Sexualität besteht bekanntlich im Spannungsaufbau durch Stimulierung, hervorgerufen durch äußere oder innere Reize (z. B. Vorstellungen) und der auf dem Gipfel erfolgenden Entspannung, die wie ein Kollaps erfolgt.
Unser verkopfter Lebensstil baut im Laufe eines Tages eine gehörige Portion Spannung auf, d.h. es tritt ein Mißverhältnis zwischen der Seele, die Erfüllung sucht, und den Anforderungen des Tages, die diese Erfüllung nicht bringen, auf.
Dieser Lebensstil kann ebenfalls ein wesentliches Element der Sexualisierung unseres Daseins sein, da die Seele in der Vorstellung lebt, Sex bringe Entspannung, Erfüllung, - besonders nach vorangegangener Spannung. Wo sexueller Betätigung, aus was für Gründen auch immer, nicht nachgegangen wird, kann es deshalb zu nächtlichen sexuellen Träumen und (oder) Pollutionen kommen.
Ein Mensch, der genug Erfüllung erlebt, der täglich viel Freude hat, ein Mensch, der ausgeglichen ist, wird des halb weniger sexuelles Verlangen haben.
Ein spiritueller Mensch ist ein Mensch, der sich im Kosmos geborgen weiß (bzw. es anstrebt) und der deshalb auch im Alltag entspannter und ausgeglichener lebt. Er hat es nicht nötig, sich durch Vorstellungen große Reize aufzubauen, die zu Spannungen führen, nur damit er dann wieder entspannen kann. Ihm ist Sexualität nicht die größte Erfüllung, sondern das Leben an sich(Gott).
Freilich, das Problem bei den meisten Menschen besteht ja darin, das unbewußt sich schon genügend reizvolle Vorstellungen manifestiert haben und dieser Aufbau durch den äußeren Einfluß, den wir durch die Medien oder an dere Menschen ausgesetzt sind, weitergeführt wird. Deshalb ist es wichtig, auch diese äußeren Reize ganz nüchtern zu betrachten. Dann zeigt sich, daß hier,wie auch in anderen Bereichen nur künstlich etwas hochstilisiert wird.

Die primären Geschlechtsmerkmale sind so gestaltet, daß sie der Vereinigung zwecks Fortpflanzung am besten die nen, und als solche keinesfalls reizvoller als andere Körperteile. Im Gegenteil.
Ein männlicher Körper wird oft dann als schön empfunden, wenn er die Vorstellung von Kraft vermittelt. Eine Vorstellung, die ursprünglich auch nur aus dem Verlang en nach Fortpflanzung kam, da lebensfähige Kinder gewünscht wurden.
In gleicher Weise galt ein fülliger weiblicher Körper mit breitem Becken und großen Brüsten als reizvoll. Von dieser ursprünglichen Vorstellung, die aber noch z.T. im Orient verbreitet ist, sind wir westlichen Menschen weitgehend abgekommen.
Soviel aber sollte bis jetzt deutlich geworden sein, daß das was reizt, und die Intensität eines Gefühles ausmacht, keinesfalls nur natürlich, sondern überwiegend "kulturell" bedingt ist.
Deshalb muß niemand mehr länger drängenden Trieben, Begierden ausgesetzt sein, sondern der Mensch ist in der Lage, auf das natürliche Maß zu kommen, das eben in der Fortpflanzung besteht, oder eben (wenn keine Kinder gewünscht werden) auch im völligen Loslassenkönnen, wie das schon immer bei zahlreichen Yogis, Mönchen und Nonnen geschehen ist, ohne dass diese dabei irgendwelchen Schaden nahmen.

Vielleicht wird nun der eine oder andere Leser meinen, Sex habe doch auch etwas mit Liebe zu tun.
Gewiß sind solche Vorstellungen im Menschen miteinander verknüpft und deshalb auch wirksam. Doch müssen zwangs läufig diese Vorstellungen miteinander verknüpft sein? Kann man lieben ohne Sex?
Dort, wo die Liebe rein ist, und wir zeigten ja, wie sie rein werden kann, kommt sie ganz sicher ohne Sex aus. (Es sei an dieser Stelle hingewiesen auf ein Buch, das bereits 1987 erschien, und viell. noch erhältlich ist: Gabielle Brown "Liebe ohne Sex", Ullstein Tb 34447) Natürlich besteht das Wesen der Liebe in der Synthese, und so kann sich auch das körperliche Einswerden ganz natürlich ergeben. Gesetzmäßig ist dabei, daß wenn zwei Gegensätze sich vereinen, ein Drittes sich ergibt. Das wäre in diesem Falle das Kind.

Kann man aber dort, wo die Befruchtung verhindert wird, von einer wirklichen Vereinigung reden? Zum anderen definiert sich ja der Mensch objektiv (subjektiv tut er es leider allzu oft) nicht über den Körper. Sondern von anderen Lebewesen unterscheiden wir uns wesentlich dadurch, daß wir selbständige Seelen -und Geistesinhalte haben.
Wirkliche Vereinigung, also wirkliche Liebe, würde des halb eher bedeuten, daß wir an dem interessiert sind, was den Partner bewegt, dass wir Verständnis für ihn er langen, und ihn damit "in uns" aufnehmen, ja, daß man zu gemeinsamem Wirken gelangt. Dazu gehört allerdings Treue. So verstanden, zeigt sich die Sinnhaftigkeit der Ehe.

Wer sich aber wesentlich von Begierden und Gefühlen leiten läßt, ist unfähig zur Ehe, und damit zu wahrer Liebe. Ein Phänomen, das sich gerade in unserer Zeit zeigen muß.
Der spirituelle Mensch allerdings sucht vor allem in Harmonie mit Gott zu kommen, weil er weiß, dass nur dann, wenn die Grundlage stimmt, auch das andere, also die Ehe funktionieren kann.
Ein äußeres Zeichen für diese Gesinnung war die Eheschließung vor dem Altar, d.h. vor dem "Angesicht Gottes".

Vom Tod zum Leben


Burkhardt stand unter einer graustämmigen Buche. Seine Augen irrten leer und ausdruckslos über das feuchte und leicht faulig riechende Laub, hinüber zu der schmutzigen giftgrünen Flasche und dem zerknüllten, durchweichten Zeitungspapier, das unter einem Strauch lag. Dann sah er auf und sah das Dunkel der ihn umgebenden Bäume, satt vom Regen der vergangenen Woche und den Himmel durch die Zweige hindurch wie trübes, schmutziges Aufwaschwasser. Und da fühlte er die Qual eines zerbrochenen Traumes. Er hatte Kopfschmerzen bekommen.
Es war alles so anders als er es sich vorgestellt hatte.
Nichts war von den Verheißungen der lockenden Frühmorgenssonne geblieben, die ihn hinausgezogen hatte mit Bildern von lichtdurchschienenen grünen, gelben und blauen, etwas verschwommenen Punkten, wie man sie auf Farbaufnahmen sieht, die einen unscharfen grünen Hintergrund mit etwas Himmel haben und mit der Erinnerung an eine einsame, schwerzugängliche Lichtung, die durch umgerissene Bäume und Niederholz wie von einer Mauer umgeben war, in der hohes Riedgras wuchs, und in der man Lust bekam, sich auszuziehen und an eine gefallene Birke gelehnt oder im Gras liegend die Wärme und den einzigartigen Geruch des Waldes einzuatmen, die Schmetterlinge bei ihrem lautlosen Spiel zu beobachten, zu lesen oder einfach nur stille und nichts willentlich denkend offen sein für Wirkungen von "außen".
Statt dessen war die Sonne hinter eine große graue Decke geschlüpft und hielt Burkhardt zum Narren.
Unmerklich war der aufsteigende Dunst in sich zurückgesunken und schwelte am Boden entlang.
Was sollte er noch länger hierbleiben! Es war sinnlos zu warten, daß die Sonne wieder raus kam und es machte keinen Spaß, ohne sie durch den Wald zu gehen. Als er dies dachte, bemerkte er den Widerstand einer Erkenntnis, die ihm sagte, daß er bleiben solle, wenn er lernen will, als Mensch über die Natur, über seine eigene Natur zu herrschen.
Es kam ihm in den Sinn, daß die Verknüpfung en von sonniger Wald - "gut und schön", und dunkler nasser Wald - "schlecht", Lüge waren. Alles war schön und gut, wenn man selbst die rechte Einstellung dazu hatte. Es war das gleiche, wie wenn einer klassische Musik liebte und ein anderer ihr nicht mal fünf Minuten lang zuhören konnte. Und er, Burkhardt war nun der letztere von beiden. Was war nun klassische Musik, und was war der Wald wirklich?
Sie waren sich selbst genug und riefen je nach gespeichertem Programm des "Datenempfängers Mensch" eine ablehnende oder annehmende Reaktion aus.
Konnte denn der Mensch nicht denken, sollte es nicht möglich sein, das eigene Programm ständig zu ändern? Es mußte möglich sein, und Burkhardt beschloß, sich über seine Enttäuschung, dass er keinen sonnigen Wald gefunden hatte, hinweg zu freuen.
Er ging und sah eine ganze Weile einer Amsel zu, die wenige Schritte von ihm entfernt im Laub scharrte und versuchte, zu lächeln und froh zu sein und Freude in sich zu spüren. Doch seine Anstrengungen verstärkten die Kopfschmerzen und die leise Schwermut nur noch mehr.
Er fand keine Beziehung zu diesem Wald. Das negative Vorzeichen blieb, obgleich das Positive des Waldes durchaus existent war, aber es existierte außerhalb von ihm und rief in seinem Herzen keinen Widerhall hervor. Das muß der Tod sein, dachte er. So muß man ihn empfinden: Um einen herum das Leben, doch man selbst war davon isoliert, die Lebenssäfte hatten keinen Zutritt zu einem und was dann übrig blieb, war eben Qual. Gab es denn Erlösung aus dem Tod? - Nein.
So bleibt dir also nichts anderes zu tun, als auf der Schattenseite des Todes zu bleiben und dich damit zufrieden zu geben. Er ging jetzt auf einem Nadelteppich, streifte die dürren Ästchen von Fichten, hörte Stimmen, die seinen Willen anstachelten, gegen seinen jetzigen Zustand des Schmerzes aufzubegehren, doch er blieb fest: Nicht zu kämpfen, da er sich doch nicht befreien konnte , Das bedeutete, sich in das, was man allge meinhin als "Schicksal" bezeichnete, zu ergeben und als er dies wirklich tat, spürte er plötzlich, wie alles Schwere und Dunkle von ihm wich, wie die Kopfschmerzen wie weggeweht wahren. Er sah jetzt den Wald mit ganz anderen Augen an, mit einem Herzen, das ins Leben zurückgekehrt war und das Liebe und Freude empfand.
Er blieb stehen, und sah zu, wie die Vögel von Zweig zu Zweig hüpften, er sah Regentropfen wie silbrige Perlen im Moos blitzen, und er konnte nicht widerstehen, sich mit seinen Jeans in dieses Moos zu setzen und ein Stückchen aus der Erde zu reißen. Es war irgendein besonderes Moos und sah aus wie eine Anhäufung von Palmen en miniature. Wie war alles so schön und vielgestaltig! Es war wunderbar und Burkhardt war glücklich.
Nichts war schlecht oder gut, wenn man auf der Seite des Lebens stand. Da gab es nur Vielfältigkeit . Nur auf der Seite des Todes hatte man gute und schlechte Gefühle und teilte, die ganze Welt in gut und schlecht auf.
Dann begann er da rüber nachzudenken, wie diese Veränderung mit ihm geschehen konnte, wie es möglich war, daß er von der trüben, zerstörerischen Stimmung erlöst und augenblicklich in eine unzerstörbare heitere Ruhe der Glückseligkeit versetzt wurde. Er sah klar, daß der Grund für seinen Mißmut die enttäuschten Hoffnungen und Wünsche waren und es kam ihm wieder die Zeit zu Bewußtsein, wo er tiefgehende Wünsche hatte, die sich nicht erfüllten und wie seelisch krank er da von geworden war.
Er erinnerte sich, daß es ihm nicht gelang, einen Beruf zu ergreifen, der ihm Freude machte. Er erinnerte sich, wie sehr er ein Mädchen geliebt hatte und wie sie seine Liebe nicht erwiderte. Und er dachte daran, wie er einen internationalen Korrespondenzklub einschließlich einer vielsprachigen Klubzeitung gründen wollte, und wie er keine Genehmigung dazu erhielt.
Es war dies eine harte Zeit gewesen. Doch in ihr hatte er gelernt, daß unerfüllte Wünsche immer Leid nach sich ziehen und daß man dort, wo man die Umstände nicht ändern konnte, einfach nur seine Einstellung zu ändern brauchte .
Burkhardt ging leicht und unbeschwert zu seinem Moped, das er am Waldrand abgestellt hatte .
Er sah, wie eine Frau den Weg entlangkam und wie zwei kleine Mädchen vornweg hopsten und wie ihre Pferdeschwänze lustig im Takt wippten.
Als die Frau bei ihm war, fragte sie "Entschuldigen Sie, geht es hier nach Birnsbach?" Sie lächelte freundlich und er spürte, dass er sie liebte, genau wie er ihre Kinder liebte, die ihn nun auch umstanden, und wie er alle Menschen geliebt hätte, die ihm jetzt begegnet wären.
Er sagte ihr die Richtung, sie bedankte sich, dann setzte er sich auf sein Moped und fuhr davon, Eins mit sich und Eins mit der ganzen Welt.
Und nun ahnte er auch etwas davon, daß der Mensch im Grunde nichts zum Leben benötigte. Man konnte ganz genügsam und doch glücklich sein. Es war lediglich eine Sache des Denkens. (DDR, 1972)




Mittwoch, 30. Juni 2010

Gedanken zur Päexistenz

Wenn es “etwas” gibt, das unseren physischen Tod überdauert (was Lehre einer jeden Religion, einschl. des Christentums ist) , dann muss das, was den Tod überdauert auch schon vor unserer Geburt vorhanden gewesen sein. Denn würde jenes “etwas” erst mit der Geburt beginnen, also seine Ursache im Materiellen haben, dann müsste es auch mit dem Tod, der Auflösung des physischen Körpers vergehen. Das ist logisch und daran kann kein Zweifel bestehen.
Christlicher Glaube ist, dass es die Seele sei, die den physischen Tod überlebe und folglich auch vor der Geburt bereits existiert haben muss, also präexistent ist.
Dafür haben wir auch biblische Belege: 1. Mose 25,22-26; Jer. 1,5 u. Luk. 1,13-17.
-.-
Die Aussage Jesu belegt doch gerade - zumindest seine eigene Präexistenz!
Die anderen belegen sie sehr wohl. Von Johannes dem Täufer heißt es, er sei - nach den Aussagen Jesu - der wiederverkörperte Elia.
Auch Jeremia, Jakob und Esau tragen bereits im Mutterleib ihre seelische Bestimmung in sich. Diese Bestimmung hat sich nicht aus dem nach der Geburt folgenden Leben ergeben, sondern dies ist nur die Erfüllung der vorgeburtlichen Bestimmung!
-.-
Der Knackpunkt ist weniger, dass Gott alles weiß, sondern, dass die Menschen vor der Geburt bereits mit spezifisch menschlichen Fähigkeiten oder Mängeln begabt sind. Ja, und von Johannes dem Täufer heißt es ausdrücklich, dass er der Elia war!

Wie ich schon oben schrieb. Aus logischem Denken allein schon, muss sich eine Präexistenz ergeben, wenn es eine Postexistenz gibt.
Sonst hätten wirklich die Materialisten recht, und wir könnten alle Religionen (einschließlich des christl. Glaubens) auf der Müllkippe entsorgen.
-.-
Nein, soetwas kommt nur heraus wenn man materialistisches Gedankengut an Hand der Bibel verbreitet.

Die Bibel und die Realität sprechen klar und deutlich von der Unabhängigkeit des Geister/Seele des Menschen von seinem physischen Körper und damit der ewigen Existenz.

Nur durch die Inhalte unserer Seele sind wir von Gott getrennt, aber nicht durch ihre Substanzhaftigkeit.
-.-
Nun ja, wenn das so ist, müssten wir uns auch nicht mit Deinen Gedanken abgeben Du hast schließlich die Bibel nicht geschrieben.
Also bitte, was soll das.
Hier hat sich einer Gedanken über das "Wort Gottes" gemacht, genau wie Du, und er ist zu einer anderen Auffassung gekommen, die stimmiger ist als Deine. Folglich wäre es angebracht, Du würdest Dir dieses Buch zu Gemüte führen.
Es heißt:Und die Toten leben doch
Die Unsterblichkeit der Seele
Christliche
Literatur-Verbreitung
Postfach 11 01 35 • 33661 Bielefeld
(als PDF zum download)

Ich selbst habe nicht viel Lust es zu lesen, da ich das ohnehin schon weiß. Aber Dir zuliebe habe ich lustlos das herauskopiert (mehr Arbeit mache ich mir da nicht. Ist schließlich Deine Aufgabe):
"Der Tod bewirkt die Trennung des Leibes von dem Geist und von der Seele, die Trennung des inneren Menschen vom äußeren Menschen (2Kor 4,16ff.). Das bezeugt Gottes Wort vielfach."
»Und der HERR hörte auf die Stimme Elias, und die Seele des Kindes kehrte wieder in sein Inneres zurück, und es wurde lebendig« (1Kö 17,22).
(Folglich ist nicht die Seele tot, sondern sie kehrt wieder.)
-.-

Wenn die Seele ewig lebt, ist sie lebendig, und dann kann sie - oder das Leben - wieder in den Körper zurückkehren.
Es kann aber nichts zurückkehren, was nicht mehr existierte.
Also ist die adventistische Ganztodlehre hinfällig.
Das besagt auch Mt. 10,28: "Fürchtet euch nicht, vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet aber vielmehr den, der Leib und Seele zu verderben vermag (in der) Hölle."
Also, da der Tod des Leibes nicht die Seele tötet lebt sie weiter. Die Seele kann nur verdorben werden und das geschieht durch die Inhalte der Seele: Hass, Begierden, Egoismus etc. Diese können dann zu körperlichen Erkrankungen führen, also zum Verderben des Leibes. Hölle bezeichnet hier das Gefangensein in negativen Eigenschaften, Empfindungen.
-.-
Wenn Geist, Seele und Leib bis zur Ankunft bewahrt werden sollen, müssen sie bis dahin existent sein.
Allerdings ergibt sich hier eine Schwierigkeit mit dem Leib. Entweder spielt hier die Naherwartung noch eine Rolle oder aber diese Bewahrung ist einfach in dem Sinne gemeint, dass man den Leib unbefleckt halte von Sünde (etwa im Sinne von Hebr. 13,4)

-.-
1. Kor. 15,47 steht im Zusammenhang mit dem zweiten Menschen: Von ihm heißt es er sei vom Himmel.
Christen gehören zu den zweiten Menschen: 2.Kor. 5,17 „Daher, wenn jemand in Christo ist, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe es ist alles neu geworden.“

So ergibt sich, dass mit dem ersten Menschen derjenige Mensch gemeint ist, der sich mit dem physischen Körper identifiziert und dem Tod verfallen ist.
Der Tod aber nahm nicht durch Bakterien, Viren oder sonst etwas Äusseres seinen Anfang, sondern im Geist des Menschen selbst. Die ersten Menschen starben auch nicht plötzlich nach dem Sündenfall, sondern es dauerte sehr lange, ehe sie physisch starben.
Da erst der Geist ihnen den physischen Tod brachte, ist ganz klar, dass der Geist selbst nicht durch den physischen Tod vernichtet wird. Auch die Seele nicht, da sie ja der Mittler zwischen
Geist und Körper ist.

1.Mose 3,19 bringt lediglich den sinnenfälligen Tatbestand zum Ausdruck, dass beim Tod eben der materielle Körper wieder in den undifferenzierten materiellen Zustand zurückfällt.

Ps. 103,14 ist keine göttliche Offenbarung, sondern bringt lediglich den Glauben des Psalmisten zum Ausdruck.
4.Mose 16,22: "Ach Gott, der du bist der Gott des Lebensgeistes für alles Fleisch."
Hier ist von der Rotte Korah die Rede. Vers 16,22 beginnt:“ Und sie fielen auf ihr Angesicht und sprachen…“
Unabhängig von wahr oder falsch, bringen sie hier ihren Glauben zum Ausdruck, also auch keine göttliche Offenbarung über die Beschaffenheit des Menschen.
Richtiger müsstest Du sagen, mit Lebensodem wurde der Geist bezeichnet. Dieser Geist wurde nur dem Menschen eingehaucht. Er ist ungeschaffen, Atem von Jahwes Atem oder besser Geist von seinem Geist! Es ist jenes, was uns vom Tier unterscheidet. Tiere sind nur Seele. Wir haben eine Seele. Und das was sagt, ich habe dies, ich habe das - das ist die unsterbliche ewige Geistsubstanz.
Außer den biblischen Belegen für die Präexistenz, lieferte Hypo hier einen beeindruckenden Erfahrungsbericht. Bibel und erfahrbare Realität im Einklang! So muss es sein!
-.-
Das muss nicht Aussage der Bibel sein. Sie kann nicht jede einzelne Wahrheit enthalten, wenn nicht einmal "(die Welt?) alles fassen könnte, was Jesus getan hat", wie ein Evangelist (Johannes?" schreibt. Die Bibel gibt nur einen Rahmen, ein paar Eckpunkte.
Es gibt keine "deine" und "meine" Logik. Logik ist die adäuate Verbindung zweier oder mehrerer Sachverhalte. Wenn das Wort "Ewigkeit", oder "ewig" einenSinn haben soll, dann kann es nicht durch Zeit eingeschränkt sein.
Also ergibt sich aus Logik, dass wir schon immer existierten. Alles andere ist unlogisch und damit falsch!
Als selbstbewusste Geschöpf haben wir natürlich einen Anfang. Das begann mit Adam.

In den Versen vorher geht Jesus auf eine Prophezeiung ein (Mal. 4,5-6: „Siehe ich sende euch Elia…“, also ganz klar gesagt, nicht nur jemand, der im Geiste Elias kommt) und dann sagt Jesus ganz dezediert über Johannes den Täufer: "Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elia, der wiederkommen soll." (Mt. 11,14).
Hier nun noch ein paar Zeugnisse aus unserer Zeit, die Hypos Traum bestätigen:

Ich sah, dass ich vor meiner Geburt wußte, vor was ich stehen würde, und das ich mit Gott zusammen das Drehbuch für den Verlauf meines Lebens geschrieben hatte. Ich wußte, dass Verwirrung und Kummer meine Begleiter sein würden. Ich wählte meine Eltern und sogar verschiedene Freunde, bevor ich auf die Erde kam.
Die Möglichkeit, in einfacheres Leben zu haben, stand mir immer offen, aber ich bot mich freiwillig an, ich opferte mich, denn ich liebte die Menschen, die meine Familie werden sollten, und wollte mit ihnen zusammen sein."
(Angi Fenimore "Jenseits der Finsternis - Eine Nah-Todeserfahrung die in die Schattenwelt führte", Knaur 1996)

Ein männlicher Geist versuchte, einen sterblichen Mann und eine sterbliche Frau auf Erden zusammenzubringen - die beiden sollten seine zukünftigen Eltern sein. Er spielte Amor, und man machte es ihm nicht leicht. Der Mann und die Frau schienen in entgegengesetzte Richtungen zu streben und zeigten sich unwissentlich höchst unkooperativ. Das männliche Geistwesen unterwies sie, sprach mit ihnen, versuchte, sie dazu zu überreden, sich einander zu nähern. Andere spirituelle Wesen sorgten sich, als sie sahen, wie schwierig es für ihn war, und sie nahmen sich der Sache an. So versuchten mehrere, die beiden jungen Leute >zu verkuppeln<. Man erklärte mir, daß wir uns in der geistigen Welt mit bestimmten spirituellen Brüdern und Schwestern, denen wir besonders nahestanden, verbinden würden. Wir schlössen eine Art Pakt mit diesen Wesen, als Familie oder Freunde zur Erde zu kommen. Diese spirituellen Bande waren das Ergebnis der Liebe, die wir nach einer Ewigkeit des Zusammenlebens füreinander empfanden."

"Wir wußten um die Einflüsse, die wir später während unseres Lebens aufeinander ausüben, und die physischen und verhaltensmäßigen Eigenschaften, die wir von unserer Familie erhalten würden. Wir kannten den genetischen Code der sterblichen Körper und die; physischen Besonderheiten, die wir haben würden. Wir wollten und brauchten sie."
(Betty J. Eadie "Licht am Ende des Lebens", Knaur, 1994)

-.-
Also der Text in Mal. 4,5-6 lautet: „Siehe, ich sende euch Elia den Propheten…“
Es ist Usus, wenn sich keine zwingenden Gründe ergeben, einen Bibeltext so zu nehmen, wie er ist. Aber, obwohl sich aus dem Bibeltext, nicht ergibt, dass jener der kommen soll, nur im Sinne eines Elia kommt, behauptest Du „die persönliche Rückkehr (ist) nicht die Aussage von Maleachi“. Du interpretierst also etwas in den Text hinein und behauptest, Deine Auslegung sei stimmiger als der Bibeltext selbst!

Müsste er etwas davon wissen? Hätte er nur mit diesem Wissen seine Aufgabe erfüllen können? Wusste er überhaupt, dass er „im Geist und der Kraft“ des Elia einherging? - Ja, im Gefängnis zweifelte er sogar an Jesus, ob er der Verheißene sei, den er doch bei der Taufe als solchen bezeichnet hatte!
Das Wissen, ob man selbst weiß, ob man dieser oder jener sei, kann kein Beleg dafür sein, dass man etwas nicht ist, weil man es nicht weiß.

Schön, dass Du jenes Beispiel bringst, an das ich gestern auch gleich dachte, als ich meinen Text postete. Diesen Zusammenhang wollte ich nämlich auch herstellen, um zu demonstrieren, dass Elia tatsächlich Johannes war.
Man muss sich ja fragen, wollte Jesus mit der Verklärung lediglich ein Schauspiel für die Jünger veranstalten oder hatte die Begegnung mit Mose und Elia auch für ihn selbst einen Sinn?
Wenn man weiß, welche Rolle die beiden in der Heilsgeschichte Israels spielten, dann waren sie gewissermaßen Experten, deren Wissen sich Jesus sicher gern zu Nutze machte.
Hätte die Rolle des Johannes ein geringerer spielen können? - Wo doch selbst Jesus von Johannes sagte, er sei der Größte unter den, „von Weibern geborenen“ (Mt. 11,11) ? - Selbst wenn Johannes der Täufer nicht Elia gewesen wäre, müsste man fragen, woher hatte Johannes seine Befähigungen? - Die hätte er sich ja irgendwo persönlich aneignen müssen!
Wenn Johannes der Elia gewesen sein sollte, dann war ja eben die Johannes-Existenz eine Rolle, also ist doch ganz klar, dass in der Verklärung derjenige, der eine Rolle spielte nicht im „Rollenkostüm“ erscheint, sondern als der, der er wirklich ist; also ist gerade auch diese Begebenheit ein Beleg für die Identität Elia=Johannes!

Der Sachverhalt war doch der, dass die Jünger sagten, vor dem Messias sollte doch eigentlich erst Elia kommen. D.h. die Jünger kannten zwar eine Prophezeiung aber waren selbst nicht geistig wach genug, um mitbekommen zu haben, dass sich diese Prophezeiung vor ihren Augen bereits erfüllt hatte ( hier könnte man gleich eine Mahnung zur Wachheit in unserer Generation einfügen, die ja auch sehr zu wünschen übrig lässt). Darauf macht sie Jesus aufmerksam, dass es je bereits geschehen sei. Johannes sei der Elia gewesen.
Da aber dieses Wissen nicht heilsnotwendig , oder den Jüngern kaum im Einzelnen klar zu machen war (weil ihnen die nötigen Begriffe fehlten), sagte er einfach „so ihrs annehmen“ also akzeptieren könnt. Es ist also nicht eine Lehr-, sondern eine Verständnisfrage.

Da irrst Du Dich. Reinkarnationsvorstellungen waren dem Judentum nicht unbekannt.
Flavius Josephus schrieb in „Geschichte des judäischen Krieges“ ( III, 8.5 ) : „ Wisst ihr nicht, dass die, die nach dem Gesetz der Natur aus dem Leben scheiden und die von Gott entliehene Schuld heimzahlen (…) reine Seelen behalten, die erhört werden, und in dem heiligsten Raume des Himmels wohnen , von wo sie im Verlauf der Äonen wiederum in unbefleckte Körper wandern dürfen.“
Oder nehmen wir Weisheit 8, 19-20: "Ich war ein wohl veranlagter junger Mann und hatte eine gute Seele empfangen: Oder vielmehr, weil ich gut war, kam ich in einen unbefleckten L e i b !"

Natürlich sind sie das. Und deshalb gerade überzeugend. Es sind nicht Theologen, die hier zu Wort kommen, sondern einfache, religiös und philosophisch ungebildete Hausfrauen.

Wenn dergleichen gehäuft bei den verschiedensten Personen vorkommt, dies in einem größeren Zusammenhang Sinn macht, dann lassen sich schon Rückschlüsse ziehen….
-.-

Doch: Du hast gesagt, die Stelle „Ja, er ist Elia, der wiederkommen soll." (Mt. 11,14),sei nur in Deinem Sinne zu verstehen.
Was erwartest Du außerdem vom Volk? - Dass dieses aber durchaus die Wiederkehr bestimmter Personen für möglich hielt, zeigt doch die Stelle, wo Jesus seine Jünger fragte, was das Volk meine, wer er sei (Mt. 16,14):“etliche Johannes der Täufer(!);andere aber Elia; und andere wieder: Jeremias, oder der Propheten einer.“
Alles also Menschen, die nicht austauschbar sind.

Ja, wenn Du immer wieder den zitierten Text unterschlägst, steht dann nichts von der Reinkarnation. „Ja, er ist Elia, der wiederkommen soll." (Mt. 11,14).

Es ist richtig, dass Johannes ein Mensch von Fleisch und Blut war. So hatte ich es mit der Rolle, die er spielte, auch nicht gemeint, sondern so, dass der Charakter des Johannes bereits im Elia gegeben war und damit nicht Johannes, sondern Elia erscheinen musste. Deshalb rede ich ja davon, dass Johannes der wiederverkörperte Elia war.

Das ist Deine Interpretation des einfachen Sachverhaltes, den Josephus so ausdrückt, dass „Seelen in reine Körper“ geschickt werden. Er hatte als Jude durchaus das Wort Auferstehung schreiben können.
Das Buch Weisheit, das im Judentum gelesen wurde und dezidiert von der Reinkarnation spricht, hast Du wohlweislich weggelassen.
Zum Volksglauben s.o. Jesus als Jeremia, Elia etc.
Die New Standard Jewish Encyclopedia schreibt: „In der Kabbala (der einst mündlich tradierten Geheimlehre) taucht er (der Begriff „Reinkarnation“) zum ersten mal im Buch Bahir auf, und vom Sohar an wurde er von Mystikern allgemein übernommen; im Glauben und in der Literatur der Chassidim spielt er eine wichtige Rolle.“ Im heutigen Israel wird die Reinkarnation weitgehend als jüdische Lehre anerkannt.
Man würde also kaum auf solche Vorstellungen kommen, wenn sie das A.T. nicht hergäbe.
-.-

Das soll je gerade erst geklärt werden, ob das eine "ausserbiblische Doktrin" ist. Wie es scheint ist sie aber sehr biblisch (s.u.).
Man kann nicht einfach die Kirchengeschichte nehmen und sagen, nur weil in ihr die Reinkarnation keine Rolle spielte, darf sie nicht als biblisch entdeckt werden.

Und wie wäre es dann bei „Jeremias oder der Propheten einer“ (Mt. 16,14) gewesen?
Könnte das dann unter dem Etikett „Reinkarnation“ laufen?
Außerdem was hat des Elia Ausgang aus dieser Welt mit seinem Eingang zu tun?
Johannes wurde ja geboren wie jeder Mensch, und eine reinkarnierte Seele, wird ja auch ganz natürlich geboren.
Außerdem hat ja nach biblischer Lehre jeder eine körperunabhängige Realität, oder bist Du ein Befürworter der Ganztodtheoerie?

Das muss ja wohl der Fall gewesen sein, wenn eben - wie Jesus es sagte - Johannes der Elia war.
Oder wo sollte sich Johannes die Befähigung für seinen Dienst angeeignet haben, da die Aufgabe schon vor Geburt feststand und damit auch schon die Befähigungen gegeben sein mussten?

Was mit der Seele zwischen Tod und Auferstehung geschieht kann man recht genau wissen.
Ein Leib ist niemals persönlich identifizierbar. Ein Leib ist das allgemeine. Jeder Mensch hat, wenn er unversehrt ist, ein Gesicht, Arme und Beine. Was soll da „persönlich identifizierbar“ sein?
Aber vielleicht meinst Du ja, dass sich das eine Gesicht vom anderen unterscheidet, einer kurze Beine hat, der andere lange Arme?
Ja, woher kommt das denn? Woher kommt diese persönliche Gestaltung des Leibes?
Was ist denn die Person? Ist es der Leib? Nein, kann er ja nicht sein. Also, woher das Individuelle des Leibes? - Richtig: aus der Seele! Und genauer? - Aus den ganz persönlichen Inhalten der Seele, ihren Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen.
Seelischer Inhalt bleibt also nicht nur seelischer Inhalt, sondern hat sogar Gestaltungskraft auf den physischen Körper. Und das nicht nur bei der Auferstehung, sondern schon jetzt. - und da sich schon Babies unterscheiden, nicht nur seelisch, muss man fragen, woher kommen die seelischen Unterschiede der Menschen? - Da sind wir unweigerlich bei der Reinkarnation gelandet. Frühere Erdenleben bestimmten die Inhalte, mit denen Heute der Mensch auf die Welt kommt!

Ob ein „Leib“ gut sein kann, ist erstmal die Frage. Jedenfalls meinte der Schreiber, dass er eine „gute Seele“ hatte, die schon vor dem Leib existierte, und sie auf Grund des Gutseins einen „guten Leib“ bekam. Und das ist Reinkarnation. Der Umkehrschluss wäre - und das muss sein Hintergedanke gewesen sein - wenn ich eine „schlechte Seele“ gehabt hätte, hätte ich einen „schlechten Leib“ bekommen…

Sind Druiden und Germanen, die Eskimos, die Dakota usw. Ostvölker? - Die kennen nämlich auch die Reinkarnation.
Wieso soll Reinkarnation „bibelfremd“ sein? - Nur weil man bisher seine Aufmerksamkeit noch nicht auf die betreffenden Bibelstellen und den Lebenszusammenhang der Hl. Schrift gerichtet hat?